82
deren hohe und fesselnde Träume in aller üppigen Bild-nerei des Morgenlandes.
Und an jedem Morgen bei'm Frühstücke, ehe ichmich an meine Streifereien begab, kam mein aufmerk-samer Teufel, und brachte mir Kunde in Fülle von derOberwelt, so daß ich mit ihm über das Getreibe derselbenschwatzte, als wäre ich noch immer ihr Mitbewohner.
Halb kritisirend, halb achtlos, durchblätterte ich dannmit Asmodens die neuen Bücher und Zeitschriften, die ermir ans den circulirenden Bibliotheken der Oberwelt mit-brachte; bisweilen auch belustigte ich mich mit meinemgesprächigen Genossen, diejenigen Weltzirkel zu beschwaz-zen, die zu meinem größten Erstaunen in ihrem blühen-den Zustande blieben, ohne daß ich mich noch in ihnenbefand. Ich lachte über den Acrger, womit Asmodeilsauf die abscheuliche Carricatnr blickte, die man ans sei-nem Bruder Teufel im Opernhause macht, wo, wie As-modens mir versicherte, eine Vorstellung unter dem Titel„Robert der Teufel" eine halbe Nacht hindurch eine Mu-sik ohne Tiefbedeutung, und eine Begebenheit ohne alles -Interesse hinschlcppt. Wahrlich! die Bühnenprinzipaleunserer Zeit müsse» ganze Helden sehn, denn sie verstehenes, die Zuschauer durch den Teufel ärger zu langweilen,als sie durch den Teufel gequält werden können,.undwissen's noch obendrein so einznrichten, daß eben diese ! IZuschauer es gar nicht wissen wollen, daß sie sich lang- lweilen. — Ibobort Io Dinkle ist einmal Mode, und diexoanäo sueiötö kann und will platterdings an und in ^