111
sind, vermagst Du die Tiefe» des Abscheus nicht zuermessen, den jedes dein Alten der Tage treueHerz gegen Dich und Deines Gleichen empfindet/'
„Bei der Kaaba !" crwiedcrtc Musa, und cs wardfinster auf seiner Stirn: „noch ein solches Work, unddie Hufe meines Nosscs sollen Dir den gottcslästern-dcn Odem aus dem Leibe stampfen."
„Ich würde Dich heraussordern, wer dem Ander»den Tod zu geben vermag," versetzte Almameu ver-ächtlich; „aber ich spare mir den tapfersten der Mohrenzum Zeugen für eine Thal auf, die eines Abkömm-lings von Iephtha würdig ist. Doch still! ich höreHufe!"
Musa horchte nn-d an sein scharfes Ohr drang auseiniger Entfernung Pferdctritt auf dem harten, steini-gen Boden. Er wendete sich und i'ah, wie Almameuin das dichte Unterholz schlich, so das die Zweige seineGestalt versteckten. Gleich darauf machte eine Krüm-mung des Pfades einen i'pauisckcn Ritter auf einemandalusischcn Zelter bcme>klick; fröhlich sang er eineder Volksballadeu jener Zeit, und da sich dieselbe aufdie Thatcn der Spanier gegen die Mauren bezog, warMufaS stolzes Blut augcnbltcklich in Aufruhr, und seinSchnurrbart zitterte über der Lippe. „Ick will dieWeise ändern," flüsterte er, und saptc die Lanze, alser, noch in demselben Moment, den Spanier plötzlichim Sattel taumeln und der Lange nach zu Boden fal-len sah. In dem gleichen Augenblick hatte Almameuaus seinem Versteck einen Sprung hervor gcthan, sich
t