Gedanken, ohne mehr als dämmerige, schattenhafteVcrmuthungcn über jenes ewige Land, wohin dertreucrndc Pilger der Erde bestimmt ist. An dieserStelle fand der schnelle Blick der Donna Jncz denGlauben ihrer Zöglingin verwundbar: wer, wenn derGlaube vom Willen abhingc, möchte nicht glauben aneine zukünftige Welt? Lcilas Wißbegier und Thcil-nahinc waren aufgeregt; willig hörte sic auf die neueFahrerin — willig fügte sie sich Folgerungen, die ihrnicht durch Drohung, sondern durch Ucberzcugung cin-gcscnkt wurden. Frei von den hartnäckigen GlaubcnS-bcgriffcn, den sckicnhaficn Vorurthcilcn und den eigcn-thümlichcn Ucberlicscrungcn und Sagen, an welchendie Gelehrteren unter ihrem Volke hingen, fand sickein Acrgcrniß an dem Buche, das nur eine Fort-setzung der altern Schriften ihres eigenen Bekenntnisseszu sc-n schien. Die Leiden des Messias, seine erha-bene Reinheit, sein mildes Verzeihen, sprach an ihreFraucnbrust; seine Lehren erhoben und entzückten ihrenGeist, und in dem Himmel, de» eine göttliche Handfür Alle öffnete, — für den Dcmüthigcn wie für denStolzen, für den Unterdrückten wie für de» Unter-drücker, für das Weib wie für den Herrn der Erde —fand sic einen,Hafen aus all den Zweifeln, die sickennen gelernt, und aus der Verzweiflung, die neuesterZeit ihr das Antlitz der Erde verdüstert hatte. Nach-dem ihr die Heimat verloren, die schöne, tiefe Liebeihrer Jugend zerstört war — mußte da nicht ein Glaubefast unwiderstehlich werden, der ihr sagte, der Schmerz
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