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wußte wenig von den engern, erclusivcn Dogmen ihrerBrüder; eine Jüdin dem Namen nach, war sie demGlauben nach eher eine Dcistin; Anhängern, einesDeismus, wie ihn etwa die Schulen Athens den phau-taficrcichcn Zöglingen Plato's verkünden mochten, aus-genommen, daß bei ihr ein zu dunkler Schatten aufden Hoffnungen für eine jenseitige Welt lag. Ohnedie Unsterblichkeit nach Art der Sadducäcr unbedingtzn läugnen, trug Almamcn doch wahrscheinlich vielvon dem ruhigen Skcpticismus mancher Sekten desaltern Judcnthumes in sich, der noch jetzt der Weis-heit der Weisesten unter Denjenigen anklcbt, welchedie Lehre der Offenbarung verwerfen; und wenn Jeneraus der Brust seiner Tochter die unbestimmte Sehn-sucht, die auf ein Jenseits hinwcist, auch nicht auözu-rottcn gesucht, so hatte er mindestens ihre Gedankenund Bestrebungen nie dieser hehren Zukunft zugcwen-dct. Eben so wenig fand sich in dem heiligen, ihrzum Unterricht gegebenen Buch, das die Einheit deshöchsten Wesens so strenge aufrecht erhalt, eine so posi-tive und unzweideutige Nachwcisung eines Lebens„über dem Grab," daß sic das Mangelhafte in denBelehrungen des Vaters hätte ersetzen können. Viel-leicht daß Letzterer, die Ansicht über den verschiedenenWerth der Geschlechter, die seit den ältesten Zeitenin seinem gcl-icbtcn Orient vorgcherrscht hatte, thcilend,für sich selbst Hoffnungen unterhielt, die er nicht aufsein Kind ausdchnte. So entfaltete sich und erstarktedenn jede schöne Kraft der Seele in Lcila ohne einen