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Zweites Kapitel.
Prüfung des Iudenniüdcyrns — wobei die Geschichtevom Äeußern zum Innern übergeht.
Zur selben Stunde, beinah zur selben Minute,wo Almamcn seine gchcünnißvollc Flucht aus demZnquisitionszclt bewerkstelligte, hielt das aus einigenerlesenen Kriegern von Jsabcllas eigner Leibwache be-stehende Geleite für Lcilas Sänfte, nachdem cs den-jenigen Thcil des Gcbirgpasscs, der sich in der Gewaltder Spanier befand, durchzogen und nun eben einehohe, steile Anhöhe erstiegen hatte, vor den Thoreneines stark befestigten Schlosses an, welches in derGeschichte dieses denkwürdigen Krieges sehr berufenist. Das trotzige „Werda?" der Wache, das Knarrender Thorfliigcl, der Hufschlag auf dem rauhen Pflasterder Schloßhöfc, das flatternde Licht der Fackeln, dasauf strenge, bärtige Gesichter fiel, und die mondbc-glänztcn Pfeiler und Zinnen der Burg wild und selt-sam anstraltc, weckten Lcila eher aus einer Art Betäu-bung, als aus wirklichem Schlaf, worin die Mühenund Aufregungen des Tages ihre Sinne gesenkt hatten.Ein alter Sencschall führte sie durch große, düstreHallen (wie ungleich den schimmernden Gemächern undphantastischen Arkaden ihres maurischen Hauses!) inein mächtiges, mit flandrischen Tapeten bchangcncsZimmer gothischcr Bauart. Nach wenigen Augenblickendrängten sich hastig aus dem Schlaf geweckte Mädchen