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mehr „och ein gewisses Anschn von Würde und Herr-schaft deuteten selbst Lcilas ungeübtem Auge auf einenausgezeichneten Rang der Dasitzcudcn hin.
„Dn hast lange geschlafen, Tochter," sprach dieDame mit wohlwollendem Lächeln; „möge der SchlafDich gestärkt haben! Zn meinem Bedauern Hab' icherst diesen Morgen Deine Ankunft vernommen, widri-genfalls ich die Erste gewesen scpn würde, das mirvon meiner königlichen Gebieterin anvcrtrautc Pfandzu begrüßen."
Mehr noch im Blick, als in den Worten derDonna Jncz de Qucrada drückte sich eine tröstende,zärtliche Thciluahmc aus, die ein Balsam für LcilasHer; war; wirklich befand sich Letztere vielleicht beidereinzigen spanischen Dame von reinem und christlichemBlut, welche den VolkSstamm ihres Gastes nicht ver-achtete, oder vor dessen Namen schauderte. DonnaIne; selbst nämlich stand gegen einen Juden in einerVerpflichtung, die sic gegen das ganze jüdische Ge-schlecht abznzahlcn suchte. Viele Jahre vor der Zeitunserer Erzählung hatten ihr Gemahl und sic sich, inFolge einer wichtigen Staatsmission, in Neapel aufge-haltcn, das damals mit der Politik Spaniens engeverflochten war. Sic hatten einen einzigen Sohn,einen Jüngling von wildem, nnstätcn Charactcr, denein Hang zu Abenteuern nach dem Orient trieb. Ineinem jener heißen Länder ward der junge Qucradadurch das Karavanscrai eines reichen Reisenden ausRäubcrhändcn befreit. Mit diesem Fremden trat er