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Er.versprach, vor Vcrfluß des fünften Tages sein Kindwieder zu sehen; ach, diese Frist ist um, und noch im-mer bin ich allein im Hause des Fremden."
„Unglückliches Kind," sprach Jsabclla zu sich selbst,„Du weißt weder von seinem Vcrrath, noch seinemSchicksal — doch wozu auch? Unkundig dessen, wasspäter hoffentlich zu Deinem Segen ausschlagen soll,bleib auch unkundig über das, was Dir jetzt Schmerzbereiten würde." — „Habe guten Muth, Mädchen,"fuhr sic ausweichend mit lauter Stimme fort. „OhneZweifel haben genügende Gründe seine Ankunft ver-hindert. Dir aber sollen die Freunde nicht fehlen imHause des Fremden."
„Ah, edle Königin, verzeiht mir: noch ein einzi-ges Wort. Mehr als einmal ist ein rauher, alterMann bei mir gewesen, dessen Stimme mir das Blutin den Adern cinstarrt; er befragt mich im Ton einesFeindes, der dem Kind etwas zum Nachthcil des Va-ters entlocken möchte. — Dieser Mann — Ihr kenntihn, gnädige Königin — hat doch nicht die Gewalt,meinem Vater zu schaden?"
„Scp ruhig, Kind! Der Mann, von dem Dusprichst, ist ein Priester Gottes, und der Unschuldigehat nichts von seinem ehrwürdigen Eifer zu besor-gen. Für Dich selbst scp, ich wiederhol' cs, guten Mu-thes; an dem Ort, den ich Dir bestimme, wirst Dujenen Mann nicht wieder sehen. Scp getrost, armesMädchen — weine nicht: Jeder hat seine Sorgen;