Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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Er.versprach, vor Vcrfluß des fünften Tages sein Kindwieder zu sehen; ach, diese Frist ist um, und noch im-mer bin ich allein im Hause des Fremden."

Unglückliches Kind," sprach Jsabclla zu sich selbst,Du weißt weder von seinem Vcrrath, noch seinemSchicksal doch wozu auch? Unkundig dessen, wasspäter hoffentlich zu Deinem Segen ausschlagen soll,bleib auch unkundig über das, was Dir jetzt Schmerzbereiten würde."Habe guten Muth, Mädchen,"fuhr sic ausweichend mit lauter Stimme fort.OhneZweifel haben genügende Gründe seine Ankunft ver-hindert. Dir aber sollen die Freunde nicht fehlen imHause des Fremden."

Ah, edle Königin, verzeiht mir: noch ein einzi-ges Wort. Mehr als einmal ist ein rauher, alterMann bei mir gewesen, dessen Stimme mir das Blutin den Adern cinstarrt; er befragt mich im Ton einesFeindes, der dem Kind etwas zum Nachthcil des Va-ters entlocken möchte. Dieser Mann Ihr kenntihn, gnädige Königin hat doch nicht die Gewalt,meinem Vater zu schaden?"

Scp ruhig, Kind! Der Mann, von dem Dusprichst, ist ein Priester Gottes, und der Unschuldigehat nichts von seinem ehrwürdigen Eifer zu besor-gen. Für Dich selbst scp, ich wiederhol' cs, guten Mu-thes; an dem Ort, den ich Dir bestimme, wirst Dujenen Mann nicht wieder sehen. Scp getrost, armesMädchen weine nicht: Jeder hat seine Sorgen;