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nicht zaudern, das Lager dem Prinzen unbewußt undeh er Dich wieder suchen kann, zu verlassen?"
„Zaudern? ach wie soll ich vielmehr meinen DankauSdrückcn?"
„Nicht falsch Hab' ich in diesem Gesicht gelesen,"dachte die Königin, und nahm dann wieder das Wort:„Scp cS denn so; wir wollen nicht die nächste Nachterwarten. Zieh Dich dort ins Innere des Zeltes zu-rück : die Sänfte soll sogleich für Dich bereitet werden,und eh cs Mitternacht, sollst Du in Sicherheit unterdem Dach eines der bravsten Ritter und einer der edel-sten Frauen schlafen, deren unser Königreich sich rühmenkann. Du wirst einen Brief mitbekommen, der Dichder Sorge Deiner Wirthi» ausdrücklich «»empfiehlt —Du wirst sic von liebevoller, mütterlicher Natur fin-den. — Und, Kind," setzte die Königin mit wohlwol-lender Wärme hinzu, „verhärte Dein Herz nicht gegensic; höre mit lernbegierigem Sinn auf ihr freundlichesBedeuten, und mögen Gott und sein Sohn den Rathdieser frommen Fran segnen, so daß ein neuer Ver-irrter für die Flur der Unsterblichkeit gewonnen werde."
Lcila hörte mit Staunen zu, antwortete abernichts; erst am Eingang in die innere Abtheilung desZeltes blieb sic plötzlich stchcu und sprach:
„Verzeiht mir, gnädige Königin, aber darf ichEine Frage an Euch thun? — sic betrifft nicht michselbst."
„Sprich und fürchte nichts."
„Mein Vater — ist etwas über ihn verlautet?