Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
113
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Demuth vor der Geliebten ihres künftigen Beherrschersbeugen werden. Diese Nacht höre mich höresag' ich diese Nacht will ich Dich von hier wcgbrin-gen! Sey nur die Meine, »nd gleichviel, ob Duketzerisch oder ungläubig scpest, oder wie der PriesterDich nennen mag: weder Kirche noch König sollen Dichvon der Brust Deines Freundes reisten."

Wohl gesprochen, Sohn des allerchristlichsten Kö-nigs I" bemerkte eine tiefe Stimme, und der Domini-kaner Thomas de Torqucmada stand vor dem Prinzen.

Inan, wie von einem Donncrstreich getroffen, ließdie Hand fahren, taumelte einige Schritte zurück undschien sich beschämt und gcdcmüthigt vor dem Auge desPriesters verkriechen zu wollen.

Prinz," Hub der Mönch nach einer Pause wiederan,nicht Euch wird unsere heilige Kirche diesen Fre-vel zurcchncn; Euer frommes Herz ist durch Zauber-kunst geblendet worden. Entfernt Euch."

Vater," erwicdertc der Priuz mit einem Ton,in welchen sich, trotz seiner Scheu vor diesem furchtbarenManne, dem ersten Großinquisitor Spaniens,sein leichtfertiger Geist in halb verstecktem Spotte un-willkiihrlich mit eindrängtc,Zauberei aus Augen, wiediese, blendeten den weisen Sohn eines noch frömmer»Vaters, als selbst Ferdinand von Arragonicn."

Er lästert Gott," murmelte der. Mönch.Prinz,hütet Euch, Ihr wißt nicht, was Ihr thut."

Der Prinz zauderte; dann, wie sich erinnernd,Bulwer's Romane. I^XXV. 8