Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
91
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S1

Mauren nicht in Anschlag brachte, ans Riesenhaftereichte; stumpfe, leblose Werkzeuge, bereit ohne Ge-danken die blutigste wie die unbedeutendste Grille desDespotismus zu vollziehen. Hier standen stc; die sil-bernen Brustharnische und langen Ohrringe hell ab-stechcnd gegen die dunkle Haut; auf den Schultern un-geheure, mit Nageln beschlagene Keulen. Etwasweiter vorne ihr Anführer, die grauenhafte Dogcnscnnenachlässig an den Arm gehängt, und aufmerksam aufdie geringste Bewegung des Königs lauernd.

Schau!" sprach Boabdil zu seinem Gefangenen.

Ich schaue," versetzte Musa,und bin auf Das,was ich vorausgcsehcn, gefaßt."

Die Königin ward blaß, brach aber das Schwei-gen nicht.

Musa nahm wieder das Wort:

Herr der Gläubigen," sprach er,wenn ich ge-stern früh anders gehandelt hätte, so wär' cs zumVerderben Deines Throns und unsres gemeinsamenGeschlechts gewesen. Die wilden Zcgris argwöhntenund erfuhren meine Verhaftung. Sic wiegelten dieTruppen auf, sie befreiten mich, ich leugne cs nicht.Hätt' ich in diesem Moment Vernunft zu ihnen ge-sprochen, so wäre dies ein Tropfe ins Feuer gewesen.Sic gingen damit »m, Deinen Palast zu belagern,vielleicht Deine Abdankung zu verlangen. Ich konnteihre Wuth nicht ersticken, aber ich konnte sic leiten.Im Augenblick der Leidenschaft führte ich sic von derEmpörung gegen den gemeinsamen König weg zum