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„Du brauchst der unverhohlenen Rede, Freund,"sprach er. „Ich kann meine Worte auch rauh Hinweisen.Du bist in meiner Gewalt und kannst blos mit meinerErlaubniß zurückkchren."
„Ich habe Dein königliches Wort für freien Ein-tritt und Ausgang," erwicdcrtc Mmamcn. „Brich cS,und Granada bleibt den Mauren, bis der Darro rothvom Blut seiner Helden fließt, und seine Bewohnerdie Thälcr decken, wie das Laub im Herbste."
„Bist Du denn selbst von jüdischem Glauben?"fragte der König. „Wenn Du cs nicht bist, warumist Dir der Auswurf der Welt so thencr?"
„Meine Väter waren dieses Glaubens, königlicherFerdinand, und wenn ich ihren Glauben, so Hab' ichdarum nicht ihre Sache verlassen. O König, werdenmeine Bedingungen verworfen oder angenommen?"
„Ich nehme sic an, gesetzt Du bringest erstens dieVerbannung oder den Tod Musa's zu Stande, undDu überlieferest mir zweitens von heute in zwei Wochen,begleitet von den Häuptlingen Granada's, die unter-schriebene Capitulation und die Schlüssel der Stadt.Thu Dies, und, obwol ich der einzige König in derChristenheit, der so etwas wagt, ich biete den Israe-liten in ganz Andalusien die gewöhnlichen Gesetze undRechte spanischer Bürger, Dir aber eine Würde, wiesie Deiner Ehrbcgicr genügen wird."
Der Hebräer verbeugte sich ehrfurchtsvoll undzog ein Papier aus dem Busen, das er vor dem Königauf den Tisch legte.