Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
60
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Kind meines Herzens/ crwicdcrtc der Hebräermit feierlichem, aber liebevollen Ton,wie Abrahamseinen Sohn darbrachtc, muß ich Dich darbringcn aufden Mären unsres Glaubens; aber, o Lcila, wie derEngel des Herrn das Opfer von sich wies, so sollDeine Jugend verschont und Deine Jahre aufbchaltenwerden für die Herrlichkeit noch ungcborncr Geschlechter.König von Spanien," fuhr er schnell und lebhaft inspanischer Sprache fort,Du bist ein Vater: vergibmeine Schwäche und beschleunige unfern Abschied."

Juan näherte sich und wollte mit ehrerbietigerVerbeugung die Hand des Mädchens fassen.

Du?" rief der Jsraclitc mit düstrem Stirnfalten.O König, der Prinz ist jung."

Die Ehre kennt keinen Unterschied des Alters,"antwortete Ferdinand.He, Pcrez, begleite diesesMädchen und den Prinzen nach dem Zelte der Königin."

DaS gesetzte Alter und ehrbare Ausschn des Be-gleiters schien den Hebräer wieder zu beruhigen. Er um-faßte Lcila und drückte einen Kuß auf ihre Stirn, ohneden Schleier zu lüsten; dann gab er sic dem Pcrc;beinah auf den Arm, wendete sich schnell ans andereEnde des Zeltes, und bedeckte das Gesicht mit denHänden. Der König schien gerührt, der Dominikaneraber sah dem ganzen Auftritt mit saurer Miene zu.

Lcila hielt noch einen Augenblick an und sagtedann, als gewänne sic jetzt ihre Selbstbeherrschungwieder, laut und deutlich:Die Menschen verlassen