Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
56
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Du hast gehört, daß ich Granada durch Zwietrachtunter den Mohren selbst zu gewinnen suche; ist einmalGranada erobert, so erinnere Dich, daß die Edclnselbst ein Granada sind. Ave Maria! gepriesen scy dieheilige Mutter, unter deren Augen die Herzen derKönige stehen!"

Ferdinand kreuzte sich andächtig, stand dann auf,zog einen Thcil des ZcltgchängcS zurück und rief mitleiser Stimme den Namen Percz. Ein ernster Spanier,etwas über die mittleren Jahre hinaus, erschien.

Pcrez," sprach der König, indem er wieder Platznahm,ist die Person, die wir von Granada erwar-teten, bereits angclangt?"

Ja, Gebieter, begleitet von einem Mädchen."

Er hat Wort gehalten; laß sie herein- Ha,heiliger Vater, Eure Besuche sind immer wie Balsamfür das Herz."

Heil Euch, mein Sohn!" crwicdcrte ein Mannim Gewand eines Dominikanermönchs, der schnell undohne Förmlichkeit an eiuem andern Thcil des ZcltcScingctrcten war, und sich jetzt mit unverrückter Mienein geringer Entfernung vom König niedcrsctztc.

Todesstille herrschte einige Sekunden; Pcrez ver-weilte noch immer im Zelt, als war' er im Zweifel,ob nicht der Eintritt des Mönchs die Ausführung desköniglichen Befehls rückgängig machen oder mindestensaufschicbcn dürste. Auf dem ruhigen Gesichte Ferdinandsselbst erschien ein leichter Schatten von verlegener Un-entschlossenheit. Jener jedoch nahm also das Wort: