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„Gnädigster," cntgcgncte Poncc dc Leon nacheiner Pause, „wo Ihr uns bcrathct, zweifle ich sowenig daran, daß unser Banner über den RothenThürmcn wehen wird, als ich ani Ansgchcn der Sonneüber den Bergen dort zweifle; und wenig liegt daran,ob wir durch List oder durch Gewalt siegen. Aber ichbrauche Eurer Hoheit nicht zu sage», daß wir uns sorg-sam hüten müssen, nicht durch Erfindungen des Feindeszum Besten gehalten zu werden und auf Verschwörun-gen zu hoffen, die vielleicht nur Märchen sind, umunsere Schwerter abzustumpfcn und unsere Wirksamkeitzu lähmen."
„Wacker gesprochen, weiser Leon!" rief Fernandodcl Pulgar hitzig aus. „Gegen diese Ungläubige»,welchen die List des Satans zu Hülfe kommt, liegtmeines Bcdünkcns unsere beste Auskunft in unseremArme. Gut sagt unser altes kastilischcS Sprichwort:Verfluche sie frommUnd hammre sie krumm."
Der König lächelte leicht über das Feuer, womitder Liebling des Heeres geantwortet, blickte aber suchendnach durchdachteren Rathschlägcu umher.
„Gebieter," sprach Villcna, „fern ftp cs von uns,die Gründe untersuchen zu wollen, auf welche EureMajestät ihre Hoffnung auf Uneinigkeit unter den Fein-den baut; aber indem wir das höchste Vertrauen ineine nicht zu täuschende Klugheit setzen, ist cs glcichwolklar, daß wir andererseits in keiner uns möglichenKraftanwcndung Nachlasse» dürfen, sondern kämpfen