stark, die Bevölkerung noch immer zahlreich, und unterMusa Ben Abil Gasan wird, mau muß cS gestehen,die Taktik des feindlichen Heeres mit solcher Geschick-lichkeit geleitet, daß dein Zeitpunkt unserer Eroberungein noch sehr bedeutender Aufschub droht. Die unge-wisse Entscheidung einer geordneten Schlacht vermei-dend, hält die Reiterei der Ungläubigen unser Lagerdurch unaufhörliche Scharmützel fortwährend in Unruhe,und in den Gebirgspässen vermögen cS unsere Ge-schwader mit jenen leichte» Pferden und vcrräthcrischcnHinterhalten nicht anfzunchmcn. Allerdings könntenwir durch Länge der Zeit, durch gänzliche Zerstörungder Vcga und durch Abschncidung aller Zufuhr ausden Seestädten die Stadt endlich so aushungern, daßsie fich ergeben müßte. Aber , meine Ritter, unsereFeinde sind weit verbreitet und zahlreich, und Granadaist nicht der einzige Ort, vor welchem Spaniens Ban-ner entfaltet werden sollte. Zu solcher Lage verschmähtcs der Löwe nicht, sich des Fuchses zu bedienen, undglücklicherweise haben wir jetzt in Granada einen Ver-bündeten, der für uns kämpft. Zch besitze genaueKunde von Allem, was in der Alhambra vorgcht. DerKönig sitzt noch immer unentschlossen und träumerischin seinem Palast, und ich hoffe eine List, durch welcheseine Eifersucht gegen seinen Fcldhcrrn Musa angeregtwird, werde entweder mit dem Untergänge dieses ge-schickten Führers oder mit offener Empörung und mitBürgerkrieg enden. Vcrräthcrci iin Znncrn Granada'SWird unö dessen Thorc öffnen."
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