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den Bäumen, entdeckte fie, obwol nur für einenMoment, die aufrechte, stattliche Gestalt des Geliebten,wie er einen dunkeln Schatten auf den mondbcglänztenRasen warf und jetzt eben, vom fruchtlosen Nachforschcnabstehend, den Blick wieder und wieder ihrem Fensterzuwcudcte. Schnell verbarg ihn das dichte Laubge-flcchte ihren Augen aufs Neue; aber sic hatte genuggesehen — sie trat ins Innere, dankbare Thrancnträufelten von ihren Wangen, und auf die hohenKissen des Zimmers nicderknieend sprach sie: „Gottmeiner Väter, scp mir gelobtI — er ist gerettet!"
„Und doch" — fügte sie bei, indem ein qualvollerGedanke sie durchfuhr — „wie kann ich für ihn beten?Wir kniccn nicht vor demselben Gotte, und man hatmich gelehrt mich vor MusaS Glauben schaudernd ab-zuwcndcn! Ach, wie wird Das enden? Unglücklich wardie Stunde, als er mich zuerst in diesem Garten sahund über die Mauer sprang und der Lcila sagte, siescy die Geliebte des Helden, dessen Arm der Schild,dessen Name der Segenswunsch Granada's ist. — Wehmir, weh mir!"
Das sunge Mädchen bedeckte das Gesicht mit denHänden und sank in schmerzliches Nachdenken, das nnrdurch ihr Schluchzen unterbrochen wurde. Einige Zeithatte sie sich ihrem Kummer auf diese Art ungestörthir-gcgcbcn, als der Vorhang sanft auf dicScitc geschobenward und ein Mann von auffallender Tracht und Hal-tung ins Zimmer trat. Beim Gewahrwcrdcn ihrergramvollen Stellung blieb er stehen und betrachtete