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schützte, als für den durchsichtigen Himmel und dieleichten Zclthäuscr der Orientalen Granada's.
Bleich und odcmlos, die Lippen geöffnet, die Häudegefaltet, die ganze Seele in dem hinhorchcndcn Ohr,stand Lcila in diesem Gemach, und nicht möglich war'cs gewesen, ein vollkommeneres Ideal irgend einerzarten, glänzenden Pcri, die im Palast eines feindli-chen, düstcrn Geistes gefangen ist, zu entwerfen. IhreGestalt verband mit der höchsten Schlankheit und Leich-tigkeit die runden Formen des weiblichen Umrisses.Die üppigen Locken waren zwar dunkel, aber ein pur-purner, schimmernder Anhauch befreite sie von jenerdiistern Schwere, die bei den Haaren der Asiaten nurallzuhäufig ist, und die Hautfarbe, von Natur blaß,aber klar und licht, würde selbst im Norden für reizendgegolten haben. Das Profil, die Nase leicht dem römi-schen Bogen annähernd, war in der vollendetsten Sym-metrie gehalten und die volle», zart gewölbten Lippenzeigten Zähne, durch welche Perlen hätten beschämtwerden mögen. Der Hauptrciz lag jedoch in einemAusdruck von Milde und Reinheit und jenem vergeistig-ten Gefühl, welches diese Art von Lieblichkeit seltenbegleitet und vollends der wollüstigen, träumerischenSchlaffheit der maurischen Mädchen ganz fremd war. —Lcila aber hatte eine geistige Erziehung, die Statueeine Seele erhalten.
Nach einigen Minuten peinlicher Ungewißheit schlichsie wieder an den Gittcrladen, schloß ihn sachte aufund schaute hinaus. Fern, durch cinc Ocffunug zwischen