Varney blieb in der Mitte des Zimmers liehen, wiesein Auge zuerst ans Ardworth fiel, und sah dann Frau Da-libard an. Aber Ardworth in seinen Träumen und seinenEntschlüssen von dem Klang einer Stimme gestört, die ihmstets widerwärtig war, und vorzüglich in seiner jetzigenStimmung, crwiederte kaum Varney's Gruß, knöpfte denRock zu, nahm den Hut und ging, unterwegs zwei Stühleumwerfend und einen runden Tisch in nicht unbedeutendesSchwanken versetzend, auf MrS. Dalibard zu. Er drückteihr die Hand, flüsterte ihr zu: „Ich werde Sie bald Wieder-sehen!" und verschwand aus dem Zimmer.
Sei» Haar mit den reichberingten Fingern glättend,sank Varney in den Stuhl neben Frau Dalibard, wo Ard-worth eben gesessen hatte, und sagte: „Wäre ich eine Cly-temnestra, so würde ich einen Orestes in einem solchenSohne fürchten!"
Frau Dalibard warf auf den Sprechenden einen jenermißtrauischen Seitenblicke, die früher Lucretia charakterifirthatten, und erwiederte:
„Clytemnestra war glücklich! Die Furien ahndeten ihrVerbrechen nicht und verfolgten bloß den Rächer!"
„Still!" sagte Varney.
Die Thür ging auf und Ardworth trat wieder ein.
„Ich vergaß ganz, weßwegen ich zum Theil hergekommenwar. — Was macht Helene? Ist sie sicher nach Hause zu-rückgekehrt?"
„Sicher — ja!"
„DaS lieb« Märchen — es freut mich, dies zu hören!