men eines Vaters aus, und meine Söhne sollen einen Ahnin mir haben!"
Wie er so sprach lag eine rauhe Größe in den hartenZügen seines Gesichts und der kräftigen Ruhe seiner hohenGestalt. Und während er so dastand, ging die Thür aufund Varney trat herein.
Diese beiden Leute hatten sich dann und wann bei FrauDalibard getroffen, sich aber einander nicht genähert. Var-ney war kalt und förmlich gegen Ardworth, und Ardworthfühlte eine Abneigung gegen Varney. Mit dem Instinktgesunder, tüchtiger und solider Naturen entdeckte er augen-blicklich, daß etwas Theatralisches, Falsches und Hohles inGabriel Narnen'S Rede und Benehmen — selbst in seinemGange und dem Schnitt seiner Kleider — lag, das ihm ausdem Grund seiner Seele zuwider war. Und Ardworth er-mangelte wieder des knabenhaften und schönen Enthusias-mus von Percival'S Natur, die leicht einnahm und einge-nommen ward, und von Bewunderung für alle Talente undalle Vortrefftichkeit glühte. Um Kunst, wenn sie nicht vonder höchsten Art war, kümmerte sich Ardworth nicht immindesten; ihm war es gleichgültig, daß Varney malte undkomponirte, mit gewandten Phrasen über Literatur zu glän-zen wußte, oder mit unbefriedigender Metaphysik paradirte.Er sah nur den Charlatan und hatte noch nicht aus Erfah-rung gelernt, wie stark und gefährlich die Boa ist, die ihreFarben in der Sonne glänzen läßt und sich mit dem sinn-lichen Muthwillen ihres Charakters von Zweig zu Zweigwindet.