Druckschrift 
4 (1847)
Entstehung
Seite
107
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Wo ist sie? Doch nicht wieder bei diesen Mivers! Ich binkein Aristokrat, aber ich begreife nicht, warum man feineBildung und Gemeinheit zusammenbringen kann?"

Mr. Ardworth," sagte Frau Dalibard mit stolzer Kälte,meine Nichte ist unter meiner Obhut, und Sie werdenmir erlauben, selbst zu beurtheilen, inwiefern ich meinenPflichten Nachkomme. Mr. Mivers ist mit ihr verwandtnäher sogar als Sie."

Ganz und gar nicht beschämt von dieser Zurechtweisung,sagte Ardworth gleichgiltig:Nun, ich werde mit Ihnendarüber weiter sprechen. Unterdessen bitte ich Sie, fie vonmir freundschaftlich zu grüßen Helenen meine ich."

Frau Dalibard erhob fich halb in ihrem Stuhle, sankaber wieder zurück, indem sie Ardworth heranwinkte. Var-ney stand auf und trat an'S Fenster, als ob er fühle, daßetwas gesagt werden sollte, was nicht für sein Ohr be-stimmt war.

Als Ardworth dicht vor ihr stand, erfaßte Frau Dali-bard seine Hand mit einer Kraft, die ihn in Verwunderungsetzte, und flüsterte ihm zu, indem sie ihn dicht an fich zog:

Ich will Ihren Gruß auSrichten, wenn Sie Helenenmit den Augen eines Vetters oder, wenn Sie wollen, einesBruders betrachten. Fühlen Sie eine wärmere Liebe fürfie? Antworten Sie, Sir!" und schnell zurückweichend sahsie ihm mit strenger und drohender Miene und sestgeschloffe-nen Lippen starr in'S Gesicht.

Obgleich ein wenig erschrocken und halb ärgerlich, ant-wortete Ardworth doch mit dem leisen, ironischen Lächeln,