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„Und doch," sagte Lucretia mit trüber Feierlichkeit, „istdieser Einstuß nur die natürliche Macht, welche das kältereAlter über die heißblütige Jugend ausübt. Gerade meintrauriger Vorzug vor Ihnen scheucht Sie aus Ihrer glück-lichen Ruhe auf. Meine Erfahrung nimmt Ihnen dasVertrauen in die Trugschlüsse, welche Sie Ihre Neberzeu-gnngen nennen. Doch genug davon. Ich wollte Ihr Ur-theil über mich wissen, weil ich Sie mit der ganzen Lebens-erfahrung, die ich besitze, unterstützen möchte. In dem Maße,wie Sie mich achten, werden Sie meine Rathschläge anneh-men oder verwerfen."
„Ich habe bereits von Ihnen Vortheil gezogen. DerTon, den Sie mir anzunehmen riechen, har mir in den Augendes alten Pedanten, dessen Blatt ich redigire und dessenPrinzipien ich verletze, eine Wichtigkeit gegeben, die ichfrüher nicht hatte; Ihrer Kritik verdanke ich die praktischereRichtung meiner Aufsätze und den größern Einfluß, den sieauf das Publikum gewonnen haben."
„Das sind Kleinigkeiten," sagte Frau Dalibard miteinem leichten Lächeln. „Möge Sie das wenigstens bewe-gen, mich anzuhören, wenn ich Ihnen zeige, wie Sie IhrenWeg angenehmer und zugleich schneller vollenden können."
Ardworth zog die Stirn in Falten und sein Gesicht nahmeinen Ausdruck des Zweifels und der Neugier an. Er er-widerte jedoch nur mit einem sreimüthigen Lachen: —
„Sie find fürwahr weise, wenn Sie eine Heerstraße zurBerühmtheit entdeckt haben!"