Druckschrift 
4 (1847)
Entstehung
Seite
91
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O, wer spricht'« aus, wie schwer der steile Fels,

Drauf stolz des Ruhmes Tempel prangt, zu klimmen ist!"

Ein gescheiterer Spruch, als die Dichter gewöhnlichnach ihren sentimentalen Ach! und O'S! folgen lassen,"

Was wir sind, ist Nichts," fuhr Frau Dalibard fort;was wir scheinen, ist Alles."

Ardworth schob die Hände in die Taschen und schüttelteden Kopf, Sie aber fuhr fort, ohne sein Nichtbeistiminenzu beachten,

Alles, was Sie schätzen gelernt haben, hat ein Schein-bild, und dieses Scheinbild hält die Welt hoch. NehmenSie einen armen zerlumpten Mann von der Straße, wasfängt die Welt mit ihm an? Sie schickt ihn in'S Versor-gungshauS oder gar in den Kerker. Lassen Sie von einemgroßen Maler diesen Mann mit seinen Lumpen und seinemSchmutze malen, und Könige werden um den Besitz diesesBildes wetteifern. Dem Manne weist man die Thür, dasBild hängt man in Palästen auf. Eben so ist es mit Eigen-schaften, die Nachbildung ist mehr Werth als die Wirklich-keit. Was ist die Tugend ohne guten Ruf? Aber ein Mannohne Tugend kann von seinem guten Rufe leben! WaS istGenie ohne Erfolg! Aber wie oft beugt man sich vor demErfolg ohne Genie! John Ardworth, bemächtigen Sie sichder Nachbildung erwerben Sie sich den Nus strebenSie nach dem Erfolge!"

Madame," rief Ardworth barsch aus,das ist scheußlich!"

Scheußlich mag es seyn," erwiederte Frau Dalibardgelassen und vielleicht gewahrend, daß sie zu weit gegangen