Druckschrift 
4 (1847)
Entstehung
Seite
87
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Aber trotz solcher Gedanken wendete Ardworth mecha-nisch seine Schritte nach Brompton und blieb, halb be-schämt über seine Schwäche, vor dem Hause stehen, wo He-lene bei ihrer Tante wohnte. Es war ein Gebäude, welche«isolirt von den Gartenhäusern und Villen dieser anmuthigenVorstadt stand, fast am Ende eines schmalen Heckengangsund umschlossen von hohen finstern Mauern, in denen einekleine Thür den seltenen Besuchern Zutritt gewährte. EineDienerin von mittlerem Alter und steifem puritanischemAussehen öffnete auf sein lautes Klingeln die Thür, undArdworth schien ein privilegirter Gast zu sehn, denn fierichtete keine Frage an ihn, als sie ihn mit einem leichtenKopfneigen und regungslosem aber sonst hübschem Gesichteans einem gepflasterten, theils mit Gras bewachsenen Pfadenach dem Hause führte. Das Haus selbst hatte etwasDüsteres und Trübseliges. Es war nicht alt, hatte aberdurch Vernachlässigung und Verfall ein altes Aussehen.Die Reben, welche die rostigen Nägel entfesselt hatten,schlangen sich wild an der Mauer hin oder krochen in langenRanken am Boden. DaS Haus war einmal weiß angestri-chen gewesen, aber die Farbe, an vielen Orten verschwundenoder von Feuchtigkeit fleckig geworden, ließ hier und da diemißfarbigen bestoßenen Ziegel darunter erkennen. DieFenster waren zwar ganz und das Dach ließ wohl den Regennicht durch, aber die Fenstergestelle waren halbvermodertund HauSlauch wucherte aus den Ziegeln des Daches. Dasganze Haus hatte jenes unheimliche Aussehen, welches indem Besucher einen unerklärlichen Schauer des Unbehagens