während sie erschrocken still stand, hatten ihre Verfolger ihrdie Flucht abgeschnitten.
Einer von ihnen ergriff jetzt ihre Hand. „Aber, schönesKind, warum so hartherzig? Nur einen Kuß — einen ein-zigen!" Er wollte sie dabei mit seinem Arm umschlingen,Helene wich ihm aus und eilte zirrück, wo ihr aber der An-dere den Weg vertrat, als zu ihrem Erstaunen eine drittePerson erschien, den Anderen ruhig bei Seite schob und miteinem stummen, herausfordernden Blick auf ihre unritter-lichen Verfolger ihr seinen Arm bot. Helene sah ihrenunerwarteten Beschützer nur mit einem einzigen schüchter-nen Blick an: ein Etwas in seinem Gesicht, seinem Be-nehmen, seiner Jugend, stützte ihr augenblickliches Ver-trauen ein. Fast ohne zu wissen, was sie that, legte sieihre zitternde Hand auf den dargebotenen Arm.
Die zwei LotharioS sahen sich verblüfft an. Einerzupfte den Hemdkragen zurecht, der Andere drehte sich miteinem gezwungenen Lachen um. So knabenhaft Pcrcivalaussah, so lag doch in seinem Gesicht ein Ausdruck schnell-bereiten MutheS, der seine Gegner zwar vielleicht nicht eiu-schüchterte, aber sie doch eine Scene fürchten ließ, welchedie Einmischung der Polizeibeamten, deren einer sich schonlangsam näherte, herbeiführen konnte. Sie beobachtetendaher ein mürrisches Schweigen; und Percival St. Johnführte mit klopfendem Herzen, aber triumphirend, seine Er-oberung von dannen.
Ohne recht zu wissen wohin, jedenfalls mit gänzlichemVergessen der MrS. MiverS, und nur bestrebt, aus dem