der letzten Wiederholung des geliebten Buchstabens in einemTone fast übermenschlicher Bedrängniß war das Gattenherzder MrS. Mivers von unbezähmbarem Schmerz betroffen.
„Warten Sie einen Augenblick, Helene! Ich will IhnenbloS zeigen — weiter nichts!" Im nächsten Augenblickhörte man Mrs. Mivers sich scheltend durch die Mengedrängen, bis ihre letzte Spur Helenens Augen entschwun-den war. Verlassen, erschrocken und über alle Maßen be-schämt, sah sich das Mädchen mit einem rathlosen Blickum. Der Blick wurde bemerkt von zwei jungen Männern,deren Stand in dieser Zeit, wo die Kleidung nur ein un-sicheres Kennzeichen ist, sich aus ihrem Aeußeren nicht er-rathen ließ. Es konnten DandieS aus dem Westen, aberauch Commis aus dem Osten seyn.
„Meiner Treu," rief der Eine aus, „welch' hübschesMädchen!" und alsbald standen Beide, durch eine plötzlicheVerschiebung des Gewühls, neben Helenen.
„Bist Du allein, schönes Kind?" sagte eine Stimmemit roher Vertraulichkeit.
Helene gab keine Antwort — der Ton der Stimme er-schreckte sie Eine Lücke in der Menschcnmaffe gestatteteeinen Durchblick nach Cleveland Row, einer Straße, dieziemlich leer war, da man hier nicht illuininirt hatte. Siefloh sogleich in dieser Richtung; die Beiden folgten ihr,und der kühnere und ältere versuchte mehrmals ihren Armzu erfassen. Endlich, als sie an das letzte Haus kam, ge-wahrte sie plötzlich, daß hier kein Durchgang war, und