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durch den Versucher zu verlocken, aber der fruchtbare Bodenihres GemütheS ist reich an guten Eigenschaften, die demBösen entgegenwirken — sie find gewöhnlich weichherzig,edel, theilnahmvoll. Daß Varnep solche Schönheiten derSeele und des Temperamentes fehlten, brauchen wir nichterst zu sagen — hauptsächlich, das ist wahr, in Folge seinerErziehung und des väterlichen Beispiels, und der gänzlichverderbten Umgebung, in der er seine Jugend verlebt —aber auch weil er kein ächteS Genie war; es war eine falscheErscheinung des göttlichen Geistes, ein Erzeugniß seinerkörperlichen Vollkommenheit (die alle seine Sinne so kräftigund scharf machte) und seiner schwelgerischen Phantasie undseiner Energie, die zuweilen großen Fleißes fähig war, abernie gehörige Ausdauer und ein bestimmtes Ziel zu findenwußte. Alles an ihm war schimmernd und hohl. Ihmfehlte die angeborene Schärfe nnd Tiefe des Geistes, dieseinen schrecklichen Vater ausgezeichnet. Das Blut derOperntäuzerin hatte das Blut des Gelehrten überwältigt;ohne alle Methode und Ordnung, ohne die Geduld und denmathematischen, berechnenden Verstand DalibardS, tändelteer leichtsinnig mit der grausenhaften und scheußlichen Laster-haftigkeit , die Olivier zu einem ernsten Studium gemachthatte. Ausschweifend und verschwenderisch, gab er dasGeld so schnell aus, als er es verdiente; er vernichtete mitkecker Hand alle Aussichten auf Emporkommen oder eineLaufbahn. Mitten in den verbrecherischen Plänen vderdem energischesten Studium seiner Kunst konnte ihn diearmseligste Zerstreuung abziehen. Sein Herz war mit