Druckschrift 
4 (1847)
Entstehung
Seite
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Varney folgte seinen neugefundenen Freunde», ohne indem ersten Momente auf ihre frivolen Reden und vertrau-lichen Scherze zu achten. Endlich raffte er sich aus seinerZerstreuung auf und ging auf die rohe Heiterkeit seiner Ge-fährten ein, so daß er sie bald durch die Frechheit seinerSprache und die höhnende Verderbtheit seiner Anträgeweit hinter sich ließ; denn hier spielte er nicht mehr eineRolle, legte seinen thierischen Trieben keinen Zaum mehran. Diese unbeschränkte Herrschaft der Sinnlichkeit, der ersich schon in der Kindheit hingegeben, fgnd einen unterthä-nigeu Sklaven in dem Mann. Selbst seine Talente ent-wickelten sich durch seine Hinneigung zum Sinnlichen. SeinAuge, auf das Aeußerliche gerichtet, machte ihn zum Maler,sein feines und geübtes Ohr zum Musiker. Seine wildeüppige Phantasie schwelgte in jeder Aufregung und schenkteihm vielseitige Einsicht in die Laster und Schwächen, diesie mit veränderlicher Laune benutzte. Menschen, welchedie mit den Sinnen in nächster Verbindung stehenden Künsteübertrieben kultiviren, werden leicht, wenn ihnen das nöthigeGegengewicht in einem klaren und kräftigen Verstände fehlt,«in ausschweifendes Leben führen. Dies findet man häufigbei Musikern, Sängern und Malern, weniger bei Dichtern,weil der, welcher es mit Worten und nicht mit Zeichen oderTönen zu thun hat, beständig die Eindrücke seiner Sinnemit den Idealen vergleichen muß, von denen die SinnebloS den Abglanz erblicken. Aber die wahren Genies, ob-gleich sie nur von de» Sinnen genährt werden, die meistenwirklich großen Maler, Sänger und Musiker sind zwar leicht