ab. Wir find nicht Me groß geboren, doch wird uns Allendie Größe aufgedrängt. Shakespeare — Hm."
„Mit Ihrem Vermögen kan» man Alles werden, wennman will," sagte Barneh mit einem Tone, aus dem derNeid klang.
„Was, ein Maler wie Sie! Ha, ha!"
„Gewiß," sagte Varnep, „würden Sie wenigstens,wenn Sie überhaupt malen könnten, das besitzen, was mirfehlt — Ansehen und Ruhm."
Percival drückte aufmunternd Varnep's Arm. „Muth!ES wird Ihnen eines Tages Gerechtigkeit werden!" sagteer.
Varnep schüttelte den Kopf. „Bah! WaS man Ge-rechtigkeit nennt, gibts gar nicht; Alle werden zu viel oderzu wenig gepriesen. Können Sie mir einen einzigen Mannnennen, den das Publikum nach seinem wahren Wertheschätzt? Und was die Popularität in der Gegenwart be-trifft, so beruht sie auf zwei Eigenschaften, vereinigt oder-getrennt— Feigheit undCharlatanerie; nämlich anfeinemsklavischen Eingehen auf den Geschmack und die Stimmungdes Augenblicks, oder auf marktschreierischem Haschen nachOriginalität. Aber was langweile ich Sie mit solchenSachen! Wir haben hier anziehende Gegenstände vor uns.Ein schöner Fuß, nicht? Sic verzeihe» mir — aber eSist seltsam: Sie scheinen sich wenig für das weibliche Ge-schlecht zu interesfiren?"
„O doch," sagte Percival mit schalkhafter Ehrbarkeit.„Ich liebe zum Beispiel sehr — meine Mutter."
„Sehr lobenSwerth und vortrefflich," sagte Varney la-