39
Varney „gemein" zu nennen. Biele sahen ihm nach : abernicht weil ihnen seine Tracht oder das Anspruchsvolle sei-nes Ganges auffiel: ein Ausdruck rückfichtsloser, drohenderEnergie in seinem Gesicht, eine Andeutung von Kraft undEntschlossenheit selbst in diesem Gange, so geckenhaft er beiAndern erschienen wäre, machte jede Bemerkung über dasAeußere an der Neugier verschwinden, wer dieser Mannwohl sehn möchte. Er mußte ein Mann von Bedeutungsehn, — nicht durch seinen conventionellen Rang, sonderndurch die Kraft seiner eigenen Persönlichkeit, vielleicht einKünstler, ein Dichter, oder ein Offizier in ausländischenDiensten, aber jedenfalls ein Mann, den man sich als be-rühmt dachte. Aus der großen Masse der Menschen trater stets als ein Besonderer deutlich und scharf hervor.
„Ich fühle mich zu Hause unter der Menge," sagteVarneh. „Verstehen Sic mich?"
„Ich glaube," entgegnete Percival. „Wenn ich jemalsberühmt werden sollte, würde auch ich mich unterder Mengeheimisch fühlen."
„Sie sind also ehrgeizig ? Sie wollen berühmt werden?"frug Barney mit einem raschen, forschenden Blicke.
Ein lebhafteres, ernsteres Feuer glänzte bei dieser FrageVarney'S in Percivals Augen und eine männlichere Glutauf seiner Wange. Aber er zögerte mit der Antwort; undals er endlich sprach, geschah es mit der gewöhnlichen Mi-schung von anmuthigerVerschämtheitundheiteremFreimuth.
„Unser Emporkommen hängt nicht immer von uns selbst