Druckschrift 
4 (1847)
Entstehung
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los fröhliche Konzert der Vogel ein ernsterer und gehaltenerTon klingt: die Nachtigall stngt bei Tage wie es manch-mal, aber nur selten geschieht, vielleicht weil sie die Ge-nossin beklagt, oder aus ihrem schattigen Versteck einenFeind ihres Geschlechts schleichen sieht; seht, wie jetztbei dem leise klagenden Wirbel das Lächeln so schnell ver-schwindet, und ein gedankenvoller Schatten sich über ihreStirn stiehlt. Bloß die mystische Sympathie mit der Na-tur kann dies Lächeln oder diesen Schatten des Ernstes Her-vorrufen. In diesem leichtbewcgten Herzen wohnt dasfeine Gefühl des Dichters; die ausnehmende Empfindlich-keit der Nerven gibt solchen Gemüthern ihr frohes Leben,und aus der Klarheit der Atmosphäre kommt, wärmend unddem Aether verwandt, der Strahl dieses Lichts.

Und ist das Pfarrhaus jetzt Helene MainwaringS Vater-haus geworden? Hat der Tod ihr ihre natürlichen Beschützergeraubt? Hat sich über diesen Gestalten, die wir so jugend-frisch und jugendfröhlich auf derselben Stelle sahen, schondas Grab geschloffen? Schon! Wie wenige erreichendas Alter des Psalmisten! Siebenundzwanzig Jahre sindseit jenem Tage vergangen wie oft haben sich in dieserZeit die dunkeln Pforten vor Alt und Jung aufgethan!William Mainwaring starb zuerst, von Kummer zernagtund von Schande gebeugt; der Flecken auf seinem Namenhatte ihm das Herz vergiftet. Susanne hatte so lange erlebte durch die starke Kraft der Liebe und des Willens sichaufrechterhalten; fie wollte nicht sterben, denn wer sollteihn dann trösten? Aber mit seinem Tode brach ihre Kraft