Druckschrift 
4 (1847)
Entstehung
Seite
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aber zwischen den raschelnden Spalieren springen keineKinder mit Heller Stimme und rothen Wangen mehr herum.Diese Kinder, jetzt ernste Männer oder gesetzte Matronen,(außer einer, die der Tod sich auserlaS, und daher jetzt vonAllen die geliebteste,) stehen auf ihren Posten in der Welt.Die Jungen sind aus dem Neste geflogen und suchen jetztselbst, hier und dort, Futter für ihre Jungen. Aber dieHelle Stimme und die Rosenwange des Kindes ist nicht das-jenige , was der häusliche Herd am meisten vermißt. Vonder Kindheit bis zur Reife, und von der Reise bis zu demTage des Abschiedes treten die Veränderungen allmälig undnicht unvorbereitet ein. Was am meisten vermißt wird, istjene häusliche Hand, die Alles leitete und in Ordnunghielt. Diese Vorsehung in Kleinigkeiten, dieses Verbin-dungsglied zwischen kleinen Interessen, dieses liebe, rührigeWesen, bald zufrieden, bald klagendauf gleiche Weisegeliebt in jeder seiner Launen; diese thätige Gestalt, diekein eigenes Ich hat; aber wie der Geist eines Dichters,obgleich sie in bescheidenster Prosa lebt. Anderen ein Icheinhaucht; diese Gestalt mit ihrem Privilegium, zu scheltenund zu schmälen; denn das Motiv ist klar: sie liebt mitzu großer Innigkeit. Die Zimmerthür ist offen, der Wegim Garten geht immer noch vor der Schwelle vorbei; aberkein Schritt ist mehr vollberechtigt, an der Thür stehen zubleiben und das ernste Nachdenken über griechische Autorenzu stören; kein Geplauder über Wirthschaftssorgen undErsparnisse darf in den Zorn derMedea hineinklingen. DiesPrototyp der Häuslichkeit ist aus dem Hause verschwunden;