im norddeutschen Tieflande.
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wein, Backsteinbau Taf. 10 Big. 4, Taf. 30 Fig. 9.) — Die Lamberti-kirche mit drei gleich hohen, polygonisch schliessenden Schiffen, dreiPaar viereckigen und drei Paar achteckigen Pfeilern. — Die Michaelis-kirche 1 ) 1373—1418, mit drei gleich hohen, ursprünglich mit besonde-ren Dächern versehenen, polygonisch schliessenden Schiffen. Dicke Rund-pfeiler mit vier dünnen Diensten. Fünfrippige Gewölbe über den, wie inder Johanniskirche mit je zwei Fenstern versehenen Jochen der Seiten-schiffe. (Altcrth. der Stadt Lüneburg etc. Lief. 2 Bl. 3.) — Die 1406 be-gonnene Nicolaikirche mit niederen Seitenschiffen und im halben Sechs-eck geschlossenem Chor, dessen Umgang von fünf polygonischen Kapellenumkränzt wird. Achteckige Pfeiler mit concaven Seiten und je drei Stäb-chen auf den Ecken. Sterngewölbe. Kapellen zwischen den Strebepfeilern.Keine Strebebögen. — Vergl. Lotz 1, 406 ff.
Marieilbtirg. 2 ) Die Schlosskirche St. Mariä, im Nordflügel desHochschlosses belegen, einschiffig mit vier quadratischen Doppeljochen,dreiseitigem Schluss und einfachen Sterngewölben, die von polygonenWandpfeilern getragen werden. Letztere enden als Baldachine über aufConsolen stehenden Heiligenstatuen. Die bis zu diesen Consolen hinab-reichenden Fenster haben Maasswerkfüllungen aus Stuck. Die Umfassungs-mauern sind bis zu den Fensterbänken mit Spitzbogenblenden decorirt undgehören in den beiden westlichsten Jochen noch dem ältesten Schlossbauvon 1280 an; das übrige datirt von einem 1335-—1341 erfolgten vollstän-digen Umbau, bei welcher Gelegenheit auch unter dem damals neu ent-standenen Osttheile im Erdgeschosse die Annakapeile als Hochmeister-gruft eingerichtet wurde. Von ausgezeichneter Pracht ist die goldenePforte (Essenwein, Backsteinbau. Taf. 18), der am westlichen Ende derSüdwand neben dem hohen Schlossthurme belegene Eingang zur Kirche.Am Westende derselben ist eine Empore mit dem vorspringenden auf zweischlanken Säulen ruhenden Hochmeisterstuhle eingebaut. ■— Die Stadt-kirche St. Johannis ist ein dreischiffiger spätgoth. Hallenbau mit acht-eckigen Pfeilern, Netzgewölben und gerade schliessendem Chor.
tlarieilthiir in der Ukermark. Frühgoth. Klosterkirche mit gerademSchluss, dessen Fenster bis in den Giebel hinaufreichen; Mitte des XIII.Jahrhunderts.
Marienwerder, Der Dom 3 ) mit niedrigeren Seitenschiffen; doch statt
1) Gebhardi, L. A., Kurze Gesch. des Klosters St. Mich, in Lüneburg.
2) Trick, E., das Schloss Marienburg in Preussen, dargestellt in 19 Tafeln.1799—1803, nebst: Histdr. u. architekton.Erläuterungen der Prospecte etc. 1802. —Büsching, J. Güst. Gli., das Schloss der deutschen Ritter zu Marienburg. 1823.
— Eichendorff, Jos. v., die Wiederherstellung des Schlosses zu Marienburg. 1811.
— Voigt, J., Sendschreiben an Herrn v. Quast über die Zeit des Aufbaues desMittelschlosses zu Marienburg, in den N. Preuss. Provinzialbl. 9, 97 — 106. —Quast, Eerd. v., Marienburg, ebd. 11 in Heft 1 — 3. —■ Witt, A., Marienburg indem ehemal. ,u. gegenwärt. Zustande. 1854. — IUustrirte Ztg. (1854) Bd. 21 No. 593S. 316, mit Unterbrechungen fortgesetzt in Bd. 22 — 25 u. 27. — Rosenheyn,Max, die Marienburg. 1S5S. — Vergl. v. W iebe king, Baukunde. Taf. 73 u. 76. —Kallenbach, Atlas. Taf. 13—15. — Förster, Denkm. 6, 5—14 u. 5 Taf.
3) Bergan, R., Schloss u. Dom zu Marienwerder. 1865. (AusFoss, Zeit-schr. für preuss. Gesch. u. Landeskunde. 1865 Heft 10.) Vergl. Danziger Ztg. 1863.No. 2IS5 u. 87 ; Organ für christl. Kunst. 1864. No. 9.