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Gothisehe Kirchen
hause „quadrat-förmige“ Pfeiler und Bestienconsolen ; um den polygongeschlossenen Chor mit gegliederten dreieckigen Pfeilern ein halbkreisför-miger Umgang, der durch llundpfcilcr in zwei Schiffe von ungleicher läreitegethcilt wird. Die Strebepfeiler am Chorumgangc mit Giebeldächern.Uchcr dem Kreuz ein achteckiger Mittelthurm mit Zopfaufsatz. Die West-seite zopfig erneut. (Sighart, Bayr. Kunstgesch. S. 372—374..Nr. 147bis 150.)
Kiiuflieueril, Die Blasiuskirchc. Hallenhau, in dem um 1120vollendeten Langhause mit Scchscckpfcilcrn ; der einschiffige, minder hoheChor 1 135 —1444. — Die M ar t i n s lc i r ch c, dreischiffig basilikaler Zie-golbau mit profilirten Pfeilern und Arkaden und flach gedecktem Mittel-schiff: der anscheinend ältere Kern seit 1438 gothisirt und ein neuer Chorerbaut; der Thurm 1404 erhöht.
Kellieim hei Rogensburg. Der 1403 an das ältere, flach gedeckte Schiffder Franciscancrkircho angebaute Prachtchor. Profanirt. — DiePfarrkirche, dreischiffig basilikal, mit einschiffigem Chor um 1468.
, Die Magnikirche, ein massiger Ziegelbau, im Langhause mitflachen Decken und achteckigen Pfeilern ohne Streben: der Chor von 1427;142S Verlängerung der Kirche ; noch später Anbau eines vierten Seiten-schiffes.
Kirckberg in Kroning in Niederbayern. Spätgothische Hallenkirchemit nur einem (nördlichen) Seitenschiff.
Kirchdorf bei Haag in Oberbayern. Zweistöckige Gottesackerkircheaus dem XIV. Jahrh.
Kireillieim im llies. ') Die sehr ausgedehnten, grösstentheils noch er-haltenen Räume des Cisterzienscrnonnenldosters; die einschiffige Kirchemit Nonnenempore und einem achtseitigen Stointhürmchcn mit Spitzhelmüber dem Westgiebel, wohl aus dem finde des XIV. Jahrh. und einigeKapellen.
Laiidsbrrg in Oberbayern. Rasilikale Pfarrkirche mit einschiffigemChor und Thurm an der Nordseite 1458—1488.
Laildslillt. Die Heil. Geist (Spital-)Kirche, dreischiffiger Hallenhaumit Chorumgang und einem Thurm mit Staffelgiebeln an der Nordseite,1407—1401. Rundpfeilcr, aus denen die Rippen der Sterngewölbe heraus-wachsen. (Grucber, Vergl. Samml. II. Taf. 35.) — Der basilikale Zie-gelbau der J o d o c u s k ir ch c mit Hausteindetails , begonnen 1338; abge-stuft. profilirtc Pfeiler mit Wulstkämpfern; 1407 Erbauung eines neuenChores, Erweiterung der Seitenschiffe und Hochbau des Spit.zthurmes. —Die M ar t i n s k ir ch e 1 2 ), ebenfalls aus Ziegeln mit Hausteindetails, dochmit drei gleich hohen Schiffen, begonnen um 1302, vollendet etwa 1478.Höchst schlanke, achteckige Pfeiler von nur 3F. 1). mit geringem Kämpfer-
1) Vergl. Merz, II., Mittheilungen über alte Kunstwerke im Ries, im Ivunstbl.1847. S. 14 f.
2) Sporl, J., der Hau u. die Erbauer des Chores zu St. Martin in Landsliut,
in den Verhandl. des histor. Vereins für Niederb. V. ,'i u. -1, 1 136. — Werner,
Gesell, der Pfarrei St. Martin in Landsh., ebd. V, 265—270. — Auracher, E., zurGesch. von St. Martin in Landsh., ebd. X. 4. — Die St. Martinsk. zu Landshut, imOrgan für christl. Kunst. 1S53. S. 135 f.