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1 (1868)
Entstehung
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485
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Baustil.

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100. Ausgebildet gothischer Stil (XIV. Jahrhundert): Ele-ganz und Reichthum der Formen und lebendige Bewegung aller Theile.

Die Rundpfeiler sind reich mit Halbsäulen und Säulchen (altenund jungen Diensten) umstellt, so dass oft auf der Seite des Mittel-schiffes fünf Gurtträger angebracht sind, von denen der stärkste in derMitte für den Quergurt, die beiden nächsten für die Kreuzrippen unddie beiden äussersten für die Stirnbögen über den Fenstern des Haupt-schiffes bestimmt sind ; für die Arkadenbögen und Gurte der Seitenschiffeist dieselbe Anordnung beobachtet, nur in feinerer Gliederung; amreichsten ausgestattet erscheinen die vier grossen Pfeiler der Vierung.Gewöhnlich sind die Gurtträger unter sich durch Hohlkehlen verbunden,so dass die Kreislinie des Kerns nicht mehr angedeutet ist, und derPfeiler mehr als eine Masse erscheint. Die Basis ist ein übereck ge-stelltes Viereck mit abgeschnittenen Ecken ; auf derselben ruhen die po-lygonischen Sockel der einzelnen Gurtträger. Die Capitäle sind mit

leichten Blätterslräusschen geschmückt, jedoch so, dass sich das Blatt-werk nicht mehr friesartig um das ganze Säulenbündel herumzieht, unddie Einkehlungen nun frei davon bleiben. — Die Gurtungen der Ge-wölbe zeigen tiefe Einkehlungen, und der unterste Rundstab hat gewöhn-lich die Birnenform ; es kommen aber statt der einfachen Kreuzgewölbeauch Stern- und Rauten- oder Netzgewölbe auf. — Die mit Maasswerkbekleideten Strebepfeiler sind mit hohen Spitzthürmchen (Fialengenannt) gekrönt, die S t r e b e b ö ge n durchbrochen, oben mit Blumenbesetzt und an der Unterseite stilgemäss gegliedert. — Die grossenFenster sind mit Wimbergen überdeckt .und mit Fialen flankirt. Die

Fig. 213. Dom zu Cöln (nach Caspar).

Fig. 214. Halberstadt(nach Kallenbach).

Fig. 215. Gurtprofile.