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1 (1868)
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Romanische Kirchen

Schleswig. Der Dom in Kreuzform von Ziegel und Granit aus demXII. bis XV. Jahrh. Die Michaeliskirche,') ursprünglich ein wohlum 1 100 entstandener runder Centralbau aus Tuff ohne alle Gewölbe,dessen (nur auf der Nordseite erhaltener) eine Empore tragender zwei-stöckiger Umgang sich in doppelten Pfeilerarkaden gegen den noch höheraufsteigenden und mit Oberlichtern versehenen Mittelraum (von 38' I).)öffnete. Auf der Südseite ist der Umgang c. um 1200 in ein oblongesSeitenschiff (Tuff und Granit) verwandelt und östlich eine (später wiederumveränderte) kleine hufeisenförmige Apsis angebaut worden, und um 1400ein rechteckiger, langschiffartiger, gothischer Westbau aus Ziegeln. DasGanze (oben meist in Ziegelbau übergehend) mit (geputzten) Zusätzen undVeränderungen anscheinend aus der Zeit um 1600.

Sclllöll bei Waren in Meldenburg. Das einschiffige Langhaus derKirche, dessen Wölbung von einem (späteren) Mittelpfeiler gestützt ist, imUebergangsstil; der gleich breite rechteckige Chor ist gotliisch.

Schmitsdorf hei Tangermünde. Romanische Backsteinkirche.

Schüllherg bei Werben. Romanische Granitkirche mit einzelnen Ziegel-verzierungen ; der oblonge Westthurm im Uebergangsstil.

Scliünhitliscil bei Tangermünde. Die 1212 geweihte Kirche, eine flachgedeckte Pfeilerbasilika ohne Querschiff, mit Apsis an dem in der Tonneüberwölbten Chor und einem westlichen Tliurmbau, der das Langhaus anBreite übertrifft und mit den gen Nord und Süd fallenden Giebeln den Ein-druck eines Querhauses macht. Die Arkadenträger des Langhauses sindverschieden: achteckig, kreuzförmig und rund (mit Trapezcapitälen), dieRögen ausgezackt. Das Aeussere sehr verwandt mit dem benachbarten Je-rieliow. (Adler I, 4 1 und RI. 24.)

SchoiTcnlin bei Dargun. Der gerade geschlossene Chor der Kirche imUehergangsstil; das einschiffige Langhaus gothisch von 1390.

Schwerin. Der Dom , dessen gothisch veränderter Westthurm nochvon dem 12221.248 errichteten Rau herstammt, ist im Ucbrigen gothisch.

Seelliiuscn i. d. Altmark. Die zuerst 1192 erwähnte Pfarrkirche zeigtin den Untermauern des Querhauses noch die Reste eines rornan. Granit-baucs; die Westthiirme und das zwischen denselben angeordnete rund-bogige Prachtportal mit Sandsteinsäulen im Uebergangsstil; das Uebrigespätgothiseli. (Adler I, 82 f. und Bl. 47.)

Segeberg in Holstein. Die Stadtkirche, eine (jetzt von einem Dachebedeckte) gewölbte Basilika, deren Quergurte auf den Vorlagen breiter vier-eckiger Pfeiler mit engagirten Ecksäulehen ruhen, die mit 5' dicken Trapez-knaufsäulen als Zwischenstützen wechseln; der kleine quadratische Chorscbliesst gerade ; über dem westlichsten Joch des Langhauses erhebt sichein viereckiger Thurm. Aeusserlich am Schiff Lisenen und Bogenfriese.Vergl. Lo tz 1, 553.

Semlow bei Marlow' in Meklenburg. Einschiffige Granitkirche mitZiegeldetails, westlichem Thurm und überwölbtem quadratischem Chor.

Serralm unweit Güstrow. Die rechteckige Kirche mit westl. Thurm,ein zierlicher überwölbter Ziegelbau im Uebergangsstil.

1) Nach einer gefälligen Mittheilung des Herrn v. Quast.