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Romanische Kirchen
Rinteln. Die Marktkirche, *) gothischer Umbau einer gewölbten Pfeiler-basilika im Uebergangsstil (1238). Originell spätroman. Hauptportal an derSüdseite. (LübkeTaf. 18.)
Rüthen bei Brilon. Hallenkirche im Uebergangsstil mit polygonisehgeschlossenem Chor und Wandapsiden am Ostende der Seitenschiffe. DieGewölbe im Schiff, Kuppeln (zum Thcil eingestürzt), in den SeitenschiffenHalbkuppeln ähnlich. Die Pfeiler mit Eck- und Erontulsäulchen, als Trägerder spitzbogigen Gurte. Moderner Thurm.
Salzkotten bei Paderborn. Einfache Hallenkirche in Kreuzform mitgerade geschlossenem Chor und Westthurm ; Uebergangsstil und gothischverändert.
■Schmallenberg unweit Arnsberg. Hallenkirche, der zu Brilon ähnlich;Chor gothisch.
Sendenhorst unweit Münster. Die Kirche, einschiffiger Gewölbebauin Kreuzform mit gerade geschlossenem Chor ; Uebergangsstil, Thurm älter.
Siegen. Die Nicolaikirche, ein sechseckiger Centralbau mit niedrigemUmgang, rechteckigem Chor mit Apsis und viereckigem Westthurm ; roherUebergangsstil.
Soest. 1 2 ) DerD om, eine kreuzförmige Pfeilerbasilika von grossen Di-mensionen, mit Chorapsis und einer nördlichen Nebenapside, ursprünglichnur mit überwölbten Seitenschiffen, später (um 11G6) in einen Gewölbebauumgewandelt und zum Tlieil mit gothischen Veränderungen. Ausgezeichnetist die Vorhalle mit ihrer Empore und dem sich über derselben erhebendenThurm, dessen Bauformen aus dem romanischen in den gothischen Stilübergehen, und besonders bemerkenswertli die spätromanische zweistöckigeVorhalle v o r der Westfront, deren starke Pfeiler reich mit Halbsäulen be-setzt sind, und die sich in fünf Rundbögen öffnet. An der Südseite desChores unter der roman. Saeristei befindet sich noch ein Nebenraum devehemal. Krypta, dessen Kreuzgewölbe von Würfelknaufsäulen getragenwerden. (Lübke Taf. 4.-— Förster, Denkm. 8, 33—36 und 2 Taf.) —Ueberreste eines Kreuzganges, der die östlichen Theile der Kirche wie eineRingmauer umfasste, und eines zweiten längs der Südseite. — S t. Mariazur Höhe (die 1lohne genannt), eine zur unsymmetrischen Hallenkircheim Uebergangsstil umgebaute bescheidene Pfeilerbasilika mit quadratischemChor, einer äusserlich polygonen Apside am Ende des nördlichen und einerWandnische am Ende des südlichen Seitenschiffes. Im Innern an der west-lichen Wand sind Reste des alten Baues kenntlich : eine niedrige Halleunter dem Thurm, mit Tonnengewölbe und eine zum Theil erhaltene Em-pore. Das Aeussere reich mit Lisenen, Bogenfriesen und mancherlei Blen-den; das südwestliche Säulenportal 3 ) mit Figurencapitälen. (LübkeTaf. 17.) — Die Nico 1 aikapeile (neben dem Dom), ein zweischiffigcr
1) Wippermann, die luther. Pfarrk. St. Nicolai zu Rinteln, in der Zeitschr.des Vereins für hess. Gesch. u. Landeskunde 7, G(i.
2) Tappe, W., die Alterthümer der deut. Baukunst in der Stadt Soest. 2 Thle.1823. — Barthold, F. W., Soest, die Stadt der Engern. 1855. 8.
3) (v. Medern), Bildwerke des M.-A. in Soest. Das Südportal an der Marienk.zur Höhe. (Berlin 1863.)