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1 (1868)
Entstehung
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439
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in Westfalen.

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dreischiffige Krypta, mit Tonnengewölben und einschneidenden Stichkappenüber Pfeilern und Bündelsäulen, wird dem XI. Jahrh. zugeschrieben.(Ltihke Taf. 2 und 15 Fig. 10.) — In der im Uebrigen goth. StiltskirchcBustorf hat der von zwei Rundthürmen flankirte Chor roman. Ueberwöl-bung und der Westthurm einen roman. Unterbau. — Der Dom, 1 ) in derursprünglichen Anlage eine gerade geschlossene Pfeilerbasilika mit öst-lichem und westlichem Quersehiff und einem westlich vorgelegten Thurm,nach einem Brande von 1133 geweiht 1143, sodann in der ersten Hälftedes XIII. Jahrh. grösstentheils zu einer Hallenkirche im Uebergangsstilumgebaut und (abgesehen von späteren gothischen Veränderungen) Irüli—gothisch vollendet. Als älteste Theile charakterisiren sich der massige, vonzwei kleinen runden Treppenthürmen flankirte Giebelthurm (oben S-. 426Fig. 148) und die unter dem Chor und der Vierung belogene dreischiffigeKrypta mit gurtenlosen Kreuzgewölben, welche von sechs Paar Würfel-knaufsäulen mit Eckblattbasen und einem eingereihten Pfeilerpaarc ge-tragen werden. Bemerkenswerth sind die beiden am westlichen Querschiffbefindlichen reichen Portale, besonders das Doppelportal der Südseite(Möller, Denkm. I. Taf. 17). Der nordöstliche Kreuzarm hat statt desGiebels einen polygonischen frühgothischen Schluss. (Schimmel, Denkm.in Lief. 1. 2. 4—6 und 7. — Lübke Taf. 2 Fig. 1. Taf. 13.) — DieGaukirche (des 1230 gestifteten Cisterzienser-Nonnenklosters), einekleine ursprünglich gewölbte und später veränderte Pfeilerbasilika mit ge-radem Chorschluss und ehemals mit Seitenapsiden. Ein achteckiger West-thurm .

Peefzen bei Minden. Die einschiffige gewölbte Kirche mit einem West-thurm, dessen Erdgeschoss, mit einem Tonnengewölbe gedeckt, sich gegendas Schiff in einem Doppelbogen über einem Pfeiler öffnet.

Plettenberg. Die Kirche, ein Hallenbau, an Grösse und Raumtlicilung,in der Ueberwölbung und rohen Behandlung der Pfeiler dem zu Balve fastgleich, zeichnet sich durch den äusserlich polygoflen, innerlich halbrundenSchluss der Kreuzflügelfronten und durch die beiden schlanken Clior-thürmchen aus. Der Chor hat einen späteren gothischen Schluss. (LtihkeTaf. 11.)

Recke im Kr. Tecklenburg. Beachtenswerthe Dorfkirche, verschie-denen roman. Bauperioden angehörig, mit Vorhalle im Thurme.

Recklinghausen unweit Dortmund. Gothischer und verzopfter Umbaueiner kreuzförmigen Hallenkirche mit Westthurm.

Rehme bei Minden. Dorfkirche 2 ) in der Grundform des fast gleich-schenkeligen Kreuzes mit Chorapsis und Westthurm; zum Theil gothischverändert.

Rliynei'li bei Hamm. Die Kirche, eine gewölbte spätroman. Basilikamit wechselnden Pfeilern und Säulen; gerade geschlossener Chor, Wand-apsiden in den Kreuzarmen, viereckiger Westthurm mit schlankem Helm.

1) Brand, F. J., der Dom zu Paderborn. 1827. — Giefcrs, W. Engelbr.,der Dom zu Paderborn. 1860.

2) E(ye, A. v.), die roman. Kirche zu Rehme, im Anzeiger des German. Mu-seums. 1861. Sp. 235—237.