430
Romanische Kirchen
Brilon an der Ostgrenze des Sauerlandes. Pfarrkirche, Hallenbau imUebergangsstil; Chor, Querschiff und Thurm gothisch.
Büren unweit Lippstadt. Die Stadtkirche, eine gewölbte, kreuzförmigePfeilerbasilika im Uebergangsstil, mit gerade schliessendem dreischiffigemChor. Die Hauptpfeiler mit Vorlagen für die Quer- und Schildbögen derGewölbe; die Zwischenpfeiler sehr schmal rechteckig. (Lübke Tat. 3.)
Cappenberg bei Lüne. Die 1122 gegründete Prämonstratenserkirehe,eine ursprünglich flach gedeckte (gothisch überwölbte) Pfeilerbasilika mitgothisch verändertem Chorschluss und ehemals mit Nebenapsiden an denKreuzflügeln.
Castrop bei Dortmund. Die Kirche, Hallenbau im Uebergangsstil, miteiner äusserlich polj'gonen Chorapsis und in der Mauerdicke ausgespartenNebenapsiden. Die Pfeiler mit Halb- und Ecksäulen. Die Seitenschiffeunter Giebeldächern.
Corvey bei Höxter. Die nach dem 30 jährigen Kriege völlig umgestal-tete Benedictinerkirche; nur die unteren Theile des Zwischenbaues und derThürme mit schwerfälligen Pfeilern und Säulen, welche letztere an ihrenCapitälen eine eigenthümlich strenge Nachbildung des korinthischen Ca-pitäls und überdies die Anordnung eines architravähnlichen Kämpfers mitantikem Zahnschnitt über der Deckplatte zeigen (oben S. 294 Fig. 127),werden einem im Jahre 885 geweihten Bau zugeschrieben ■— wenn sie nichtvielleicht doch erst einem Neubau um 1058 —1071 angehören sollten, zu-mal jener Unterbau noch ein gleichzeitiges Oberstock trägt, dessen ganzeBauweise für das XI. Jahrh. spricht. (Lübke Tat'. 15 Fig. 1.)
Crumbach bei Siegen. Die Kirche, Hallenbau im Uebergangsstil, mitOliorapsis. Wandnischen am Ostende der Seitenschiffe und Westthurm.Die schwerfälligen Pfeiler mit vier Halbsäulen als Gurtträger. In den Seiten-schiffen sechstheilige Gewölbe.
Delbrück bei Lippstadt. Die Kirche enthält die verbauten Beste einergewölbten Basilika, in welcher Pfeiler mit gekuppelten Säulen wechselten.(Lübke Taf. 5.)
Derne bei Dortmund. Kleine gewölbte Kreuzkirche mit geradem Chor-scliluss und Nischen in den Ostwänden des Querschiffes. Die Seitenschiffehaben fast die Höhe des Hauptschiffes, von dem sie durch einen Mittel-pfeiler und Zwischensäulen getrennt sind. (Lübke Taf. 10.)
Dortniiinil. Die Mari en k i r ch e, eine spätroman. gewölbte Pfeiler-basilika ohne Querschiff, mit zwei den Giebel des Mittelschiffes flankirendenWestthürmen. Die Pfeiler haben mit Säulen besetzte Vorlagen. Im Mittel-schiff Doppeljoche mit Kuppelgewölben. Chor gothisch. (Lübke Taf. 18und 24 Fig. 8 f.) — Die Reinoldikirche, eine kreuzförmige, gewölbtePfeilerbasilika im Uebergangsstil; die Pfeiler von Kreuzform mit vier Haib-und vier Ecksäulen. Chor gothisch, Thurm aus dem XVII. Jahrhundert.(Lübke Taf. 11 und 25.)
Dr iiggelte bei Soest. Heil. Grabkapelle, *) s. oben S. 85 und Fig. 34.
1) Blankenstein, die Kapelle zu Driiggelte, in der Zeitschr. für Bauwesen1S54. Sp. 397—102 u. Taf. 52.