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1 (1868)
Entstehung
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Romanische Kirchen in Westfalen.

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wickelung der Baukunst zwar beträchtlich zurückblieb, dafür aber beilängerem Verweilen im Romanismus nicht bloss eine sehr grosse An-zahl zumeist freilich kleinerer Kirchen entstand, sondern auch dievöllig eigenthümliche Gestaltung des romanischen Gewölbebaues zurHallenkirche (mit Schiffen von gleicher Höhe; vergl. Fig. 185 ) her-ausgebildet wurde, wobei man sich in mancherlei Ueberwölbungs-formen versuchte. — Bezeichnend für die ältere westfälische Kunst

i'ig. 1S5. Querdurchschnitt der Kirche zu Balve (nach Lübke).

ist die gänzliche Nacktheit des Aeusseren, welches jeder Detailbildung(also auch der Lisenen und des Bogenfrieses) entbehrend, meist ledig-lich den Eindruck eines schlichten, ja rohen Bedürfnissbaues hervor-bringt, wozu die auch bei grösseren Kirchen insgemein beliebte An-ordnung nur eines Thurmes und der gewöhnlich geradlinige Chor-schluss das Ihrige beitragen; erst in der Spätzeit von 1 150 — 1250macht sich namentlich im Münsterlande eine mässige Ornamentirungbemerklich in der Anordnung von Lisenen, des Bogenfrieses, vonSäulen an den Thür- und Fensterwänden etc. Von zierlicher Ent-wickelung des Decorativen gewährt besonders das Westportal der Ja-cobikirche zu Koesfeld ein glänzendes Beispiel. — Im Innern herrschtder Pfeilerbau vor, aus dem sich die überwölbte Basilika (Dome zuSoest und Münster, Kirchen zu Brenken, Hüsten, Lippoldsberg etc.)und die Hallenkirche (Johanniskirche zu Billerbeck, Ludgerikirche zuMünster, Maria zur Höhe in Soest etc.) entwickelt; doch finden sichauch einzelne Beispiele sowohl des Säulenbaues (Neuenheerse), als desWechsels zwischen Pfeilern und (namentlich gekuppelten) Säulen(Kirchen zu Boke, Böle, St. Peter in Soest etc.). Die Seitenschiffeder kleinen Kirchen sind oft sehr schmal angenommen, und statt derNebenapsiden wurden oft in der Mauerstärke ausgesparte Wand-nischen angebracht.