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1 (1868)
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liomanische Kirchen

wissen. Die Kapelle auf dem Martinsberge, einschiffig mit schmäleremChor und Apsidenschluss.

Melveroile bei Braunschweig. Die Dorikirche, ein Gewölbebau imUebergangsstil. Das fast quadratische Langhaus besteht aus drei durch einPfeilerpaar geschiedenen Schiffen von gleicher Höhe und dem quadratischenChore von der Breite des Mittelschiffes, welcher wie die schmalen Seiten-schiffe mit einer Apsidenvorlage schliesst. Ueber dem Westende erhebtsich ein Thurm, der mit seinen Giebelmauern auf den Scitenschiffwänden,mit der Ostmauer über zwei Pfeilern auf drei Gurtbögen ruht und im Erd-geschosse eine schmale Vorhalle bildet, welche durch eine südlich ange-brachte Thür zugänglich ist. Merkwürdig ist die Construction der Gewölbe,die aus quer und längs liegenden sich durchschneidenden Tonnengewölbenbesteht. (Kallenbach, Atlas. Tat'. 4. — Schn aase, Kunstgesch. 5331 f.)

Jleilllebeil bei Bibra. Ruine der Klosterkirche im Uebergangsstil: eineflach gedeckte Basilika, deren gegliederte Spitzarkaden auf Iialbsäulenvor-lagen der rechteckigen Pfeiler ruhen. Die drei Apsiden am Chor und Quer-schiff sind polygonisch. Unter dem Altarhause eine Säulenkrypta mit Gurt-gewölben. Ehemals zwei Westthürme und ein Mittelthurm über dem Kreuz.(Puttrich, Denkm. II. Serie Memleben. Bl. I—7. — Grueber, Vergl.Samml. 2. Taf. 29.)

Hernlllirg. Die älteren Theile des Domes: ') die Krypta (oben S. 41Eig. 12) mit sehr complicirten, fein gegliederten Pfeilern (oben S. 404 Fig.180), und der Unterbau der beiden seitlich einschneidenden Rundthürnieaus dem XI. Jahrh., das gewölbte Altar- und Querhaus mit den den Chorvon den Kreuzflügeln trennenden, elegant decorirten Brüstungswänden, derOberbau des siidl. Chorthurmes (oben S. 59 Fig. 25), das spätgothischüberwölbte Zwischenhaus, die beiden Westthürme und die vor letzterenbefindliche spätest gothiscli umgebaute dreischiffigc Vorhalle, durchgängigspitzbogig im einfachen Uebergangsstil (um 1256—1271). (Puttrich,Denkm. II. Serie Merseburg. Bl. 2. 3.'5. 6. 9. 10. Vergl. oben S. 35Fig. 9. — Die Krypta, in Desselben Systemat. Darstellung. Bl. 3 No. 1.Vergl. Grueber, Vergleich. Samml. 2. Taf. 13. — Die Vorhalle, in C.R. Lepsius, Einleit, zu IT. Gally Knight, Entwickl. der Architekturunter der. Normannen. S. 32 und Taf. 4.) — Die Ncumarktskirche,eine bei der Restauration thcilweise der Seitenschiffe beraubte kreuzförmigeflach gedeckte Basilika mit drei Apsiden, um 1188—1198; in den Lang-hausarkaden wechseln Pfeiler mit Würfelknaufsäulen. Von den beidenWestthürmen steht allein noch der nördliche. Zwei reich geschmückte Por-tale. (Puttrich, Denkm. a. a. 0. Bl. 4. 7. 9.) — Die einfache Pfeiler-krypta des nicht mehr vorhandenen Petersklosters (geweiht 1091),ganz finster und nur aus angrenzenden Kellerräumen zugänglich. Drei aus

1) Vergl. die Abhandlungen über Gesell, u. Architektur des Domes zu Merse-burg, in den N. Mittheil, des Thüring.-Sachs. Vereins: von C. P. Lepsius VI. 4,6" ff. u. VII 4, 103 ff. ; u. von Otte VII. 3, 1 ff. nebst 1 Taf. — Otto, J. Gottfr.,die Schloss- u. Domkirche zu Merseburg, ihre Denkm. u. Merkwürdigkeiten. 1834.Mit Ansicht.