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Altchristliohe
In einem dem Clemens liomanus untergeschobenen, wahrschein-lich in der ersten Hälfte des III. Jahrh. entstandenen Romane (Recogni-tion. X n. 71, ed. Brickmann, Col. 1569 p. 155) wird von demTheophilus in Antiochia, welcher in dieser Stadt erhabener gewesen sei,als alle Gewaltige, erzählt, er habe » clomiis suae ing entern basilicam ecclesiaenomine « gewidmet. Auch die bei Ammianus Marcellinus 27, 3 mitdem Zusatze mbi ritus C/iristiani est eonventiculimw erwähnte basiUca Sicinini(oder Sicinii) scheint eine Hausbasilika gewesen zu sein. — Optatusvon Mileve (de schism. Donatist. 1 , 23) redet vom Gottesdienste imHause der Fausta de Laterano in Rom. Vergl. Mothes S. 14. 22. 33.
57. Die forensischen Basiliken der Börner, meist an einem vonSäulenhallen umgebenen Platze belegen, Avaren zwar keineswegsüberall nach demselben Schema erbaut, doch war der oblonge Innen-raum derselben durch Säulenreihen stets in Schiffe getheilt. Das Mit-telschiff war breiter und höher als die Seitenschiffe, über denen sichzuweilen Emporen befanden, und empfing seine Beleuchtung überdiesen durch hochstehende Seitenfenster. An der einen Schmalseitebefand sich in der Axe des Mittelschiffes ein erhöhter Platz, das Tri-bunal der Richter, welches häufig in einem besonderen rechteckigenoder halbrunden Ausbau belegen war. Gegenüber an der anderenSchmalseite war oft eine Vorhalle von geringer Tiefe in der ganzenBreite des Gebäudes angebracht. — Die Oed waren die einzigen grös-seren Bäume des römischen Wohnhauses und lagen an der Rückseitedes inneren, mit einem Wasserbecken versehenen oblongen Säulen-hofes (Peristyl). Die bauliche Einrichtung dieser Versammlungszimmerwar verschieden und je nach ihrer Grösse waren entweder keine, odermehr oder weniger Säulen zur Unterstützung der Decke erforderlich:die tetrastylen hatten vier ins Quadrat gestellte Säulen, die korinthi-schen eine Doppelreihe von Säulen von unbestimmter Länge und inden ägyptischen waren die Säulen über einander verdoppelt: die un-tere Reihe trug mit den gleich hohen Umfassungsmauern über ihremArchitrav einen äusseren Umgang unter freiem Himmel, die obere■Reihe war mit Wänden geschlossen, welche Fenster durchbrachen, sodass sich also eine basilikale dreischiffige Anlage mit erhöhtem Mittel-schiffe ergab. Auch finden sich Beispiele von einem halbkreisförmigenSchlüsse solcher Säle.
Unsere Kenntniss der römisch-heidnischen Basiliken aus zum Theildunkeln und sich widersprechenden schriftstellerischen Nachrichten, *)
I) Die Hauptstelle des Vitruv (S, 1) übersetzt und erklärt hei v. duast, dieBasilika der Alten S. 13 ff.