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1 (1868)
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Verschiedene

sagt: vgl. Jakob, clie Kunst im Dienste der Kirche S. 160. Einigebemalte Processionsfalinen aus Penig, der Zeit um 1500 angehörig, be-finden sich im Museum des Grossen Gartens in Dresden; andere älterein der Kirche zu Lüne bei Lüneburg.

Baldachine, Traghimmel, wenn auch wohl schon viel früher beifeierlichen Aufzügen, Leichenbegängnissen etc. vorkommend, scheinenjedoch zugleich mit den Fronleichnamsprocessionen erst in allgemeine Auf-nahme gekommen zu sein, wobei die leitende Idee von den Ciborienaltärenhergenommen worden sein könnte. Der Name Baldachin {baudekynus ],übertragen vom it. Baläacco Bagdad, woher ursprünglich der dazu ge-brauchte, aus Goldfäden und Seide gewebte Stoff kam (vgl. Diez, Wör-terb. der vornan. Spr. S. 39). Die mittelalterlichen Traghimmel, wieDurandus, Rationale 1. -1 c. 6 n. 11. 12 1 ) dieselben beschreibt, undwie sich aus Malereien (z. B. aus der colorirten Federzeichnung, einesjüdischen Baldachins in der Chronik des Ulrich von Reichenthaler vomJ. 1417 auf dem Rathhause zu Constanz; Abbild, bei v. Hefner-A1 teil eck, Trachten Abth. II. Taf. 23) ergiebt, bestanden (ohne daserst späterer Zeit angehörende feste Gestell) nur aus einem viereckigenTuche, das zuweilen rundherum mit herabhängenden Zotteln besetzt, mitden vier Zipfeln an leichten Stangen befestigt war. Die Farbe des Bal-dachinstoffes scheint meist roth gewesen zu sein : das lnventarium derLondoner Paulskirche von 127 5 führt drei Traghimmel an, von denen eszwei als » purpurei « und den dritten, obwohl von einem Leichenbegäng-nisse herrührend, als » rubeusa bezeichnet. Cardinal Albrecht von Mainzschenkte 1540 dem dortigen Dome drei reich gestickte, mit Edelsteinenund Perlen geschmückte » Himmel « aus rothem Goldstoff, von denen dereine, 10 Schuh lang und 9 Schuh breit, von sechs vergoldeten Stangengetragen, und auf 1S000 Gulden geschätzt wurde. Vgl. Bock, Fz.,der Baldachin iProcessionshimmel) in seinem Ursprung, seiner Form undBedeutung, im Organ für christl. Kunst 1S62 N T o. 19. 21 23.

Bahren (feretra) zum Tragen der Reliquiensärge und Gnadenbilder.Vgl. oben S. 14 5.

Tragleuchter, nach Cölner Mundart Tortschen (ital. torcia =Fackel), Stäbe, oben mit Lichtteller und Kerzenstachel, zuweilen in be-maltem Schnitz werk ausgeführt: ein 4 1 /, F. hoher Processionsleuchter,an dessen sechseckigem mit Zinnen und Mauerthürmen (s. oben S. 125)geschmücktem Obertheil aus Blech zwei Engel schweben mit Kreuz undDornenkrone, in der Abteikirche zu Gladbach ; ein anderer, grösserer mitTabernakelaufsatz, in welchem ein Marienbild, in der heil. Geistkapellezu Wismar beide abgebildet im Organ für christl. Kunst 1S56. artist.Beil, zu No. 3. Zwei gegen 6 F. hohe, zierlich geschnitzte, bemalteund vergoldete Kerzenhalter (XV. Jahrh.) aus Penig im Museum desGrossen Gartens zu Dresden; ebendaselbst auch ein, eine gewundene

I) » Quatuor miuistri super pontificem muppulam feruntin summitatibus quatuorbaeulorum colhgata, et incle ipsi miuistri mappularii nuncupantur: mappula il/adwersis figurata est. imaginibus. ln summitatibus baeulorum imagines quatuorevungelistarnm collocan tur .«