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246 Glocken.
1258 und 1281 sind auf dem Münster zu Freiburg i. B. , sowie zwei vomJ. 1268 auf dem Thurme der Georgskirche in Hagenau, und auf der Stadt-kirche zu Markgroning sollen zwei Glocken vom J. 127 2 befindlich sein, ‘jDie Kirche zu Lühnde (zwischen Hildesheim und Lehrte) besass eine (1859umgegossene) Glocke von 1278 , 38 Ctr. 15 Pfd. schwer und unten 4 F.2% Z. rh. weit. *) Von einer kleinen Glocke zu Gilching in Oberbayern(von 1 7 1 2 /o Z. rh. Höhe und 15% Z. Weite) steht die Entstehungszeit durchden darauf stehenden Namen des Donators zwischen 11 62 und 1 194 fest. 3 )Aelter datirte Glocken (die Datirung wird in Deutschland erst im XIV. Jahr-hundert, allgemeiner jedoch nur im XV. und XVI. Jahrhundert üblich) sindin Deutschland bis jetzt nicht bekannt, aber aus der Form mancher un-datirten Glocken kann auf ein zum Theil sehr hohes Alter derselben ge-schlossen 'werden. Wir geben die Abbildung von vier solchen älteren Glocken :die bienenkorbförmige aus der Kirche zu Diesdorf bei Magdeburg, welcheaus der (im J. 10 1 1 mit allen Glocken abgebrannten, bald darauf erneuerten)Stiftskirche von Walbeck stammt; die zweite sehr unschön profilirte, be-findet sich zu Wolmirstedt 4 * 6 ) , die dritte , völlig geradlinige und nicht mehrbrauchbare Glocke von l 1 Z. Höhe und überall % Z. Dieke der Wandungist von Hrn. Pastor Telle zu Lunow im Dorfe Nordhausen bei Königsbergi. d. N. entdeckt worden 1 ’), die vierte endlich, wie die zuletzt angeführteohne Inschrift, aber mit zwei einander gegenüber aus Draht eingelegtenKreuzen verziert, ist in der Kirche zu Idensen bei Wunstorf, und hat bis zurKrone 27 Z. Höhe bei 24% Z. unterem Durchmesser. u ) — Auch zu Tutten-dorf bei Freiberg war ehemals eine zuckerhutförmige Glocke.
Soiaadi
Kg. 104.
Fig. 105.
Fig. 107.
Anmerkung 3. Die Untersuchung der musikalischen Eigen-schaften der mittelalterlichen Glocken, ein noch ganz unbebautes Feld,ist vom.grössesten, auch für unsere Zeit praktischem Interesse. Auf An-regung der zuerst von Ivreuser (Kirchenbau 1 , 260) herausgehobenen
1) (Stalin) Denkm. des Alterth. im Ivönigr. Württembergs. US.
2) Ivratz, J. M., ein Beitrag zur Gesch. der Glocken, im Organ für cliristl.Kunst ! S5S S. (i-1, nebst Abbild, auf der artist. Beil, zu No. 6.
3) Oberbayerisches Archiv 1, 149 ff.
4) Biese beiden Glocken entdeckt, beschrieben und abgebildet von Wiggert inden X. Mittheil. des Tliür.-Sächs. Vereins VI. 2, 14 u. 36.
ö) Nach freundlicher Mittheilung ihres Entdeckers.
6) Abbild, in den mittelalterl. Baudenkm. Niedersachsens. Heft 4. Bl. 32 Fig. 7.