Epitaphien.
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1183) ’) im Dome zu Trier, und die höheren, gothischen der Erz-bischöfe Cuno von Falkenstein (gest. 1 38S) a ) und Werner (gest. 1 4 18) * 3 )in der Castorkirche zu Coblenz : beide letztere mit -den Reliefbildern derVerstorbenen. — Auch die aus vier gegossenen Bronzeplatten zusammen-gestellte Tumba Bischofs Thilo von Trotha (gest. 1514) im Dome zuMerseburg steht an der Wand, aber ohne Ueberbau. — Auf Füssenruhende, bahrenartige Stein - oder Metallgrabmäler kommen in Deutsch-
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Fig - . 93. Grabmal des Kurfürsten Johann Cicero von 1530 im Dom zu Berlin (nach Rabe).
land anscheinend erst gegen den Ausgang des M. A. vor. — Seit demXIII. Jahrh. tragen alle Hochgräber ein Bild des Verstorbenen und auchdie Seitenwände sind mit Reliefs oder mit Inschriften versehen; vgl. untenIII. C. Historische Bilder.
Stehende Grabdenkmäler: sog. Epitaphien im engeren Sinne,zum Gedächtnisse Verstorbener an den Wänden und Pfeilern der Kirchen,Kreuzgänge etc., gern in der Nähe der Grabstätte selbst angebrachteDenkmäler der verschiedensten Art, als Inschrifttafeln, Reliefs in Metallund Stein, Gemälde, Statuen etc. , wohin auch Waffen, Rüstungs- undKostümstiieke, Trauerfahnen und Wappenschilder zu rechnen sind. —Während seit dem XV. und XVI. Jahrh. die Epitaphien der mannich-faltigsten Formen in den Kirchen überhand nahmen, scheint anderweitignur jene frühe Zeit, wo Leichenbestattungen in den Kirchen noch zurAusnahme gehörten, und selbst Geistliche niederen Standes auf zuweilenabgelegenen Gottesäckern begraben wurden, die Sitte der Gedächtniss-tafeln gekannt zu haben, wovon einige, noch erhaltene, in archäologischerBeziehung sehr interessante Denkmäler Kunde geben. Es befinden sichnämlich im Münster zu Bonn unter den Pfeilersockeln im ältesten ausder Mitte des XI. Jahrh. stammenden Theile der Krypta mehrere In-schriftensteine 4 ) , deren hohes Alter aus dem Umstande zu folgern ist,
1) Abbild, bei Gailhabaud, Denkm. Liefg. CXIII. Taf. II.
2) Abbild, bei Möller, Denkm. I. Taf. 4ti. 3) Ebd. Taf. 55.
4) Von den 5 unter den Pfeilern liegenden Inschriftplatten sind auf Veranlassungdes Herrn Prof, a u s’m AV e e r t h neuerlichst zwei ausgegraben und neben einer ähn-lichen bereits im Kreuzgange befindlichen eingemauert worden. Die in Figur 99