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1 (1868)
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Taufschüsseln.

in der Kirche zu Segeberg in Holstein 1447 von Ghert Klinghe, in derAegidienkirche zu Hannover') J450, im Dome zu Lübeck 1 2 ) 1455 vonLaurens Groven, in der Stadtkirche zu Wittenberg 3 ) 1457 von HermannVischer zu Nürnberg, in der Marienkirche zu Stendal 1464, Jacobikirchezu Lübeck 1466, Reinoldikirche zu Dortmund 1469 von Johann Winnen-brock daselbst, Stiftskirche zu Bützow 1474 (ohne Fuss und Deckel),Katharinenkirche zu Lenzen 1483 von Heinrich Grawere von Braun-schweig, Johanneskirche zu Werben 4 5 6 ) 1489 von Hermann Bonstede, inder Nicolaikirche zu Spandau 1498. Ausserdem undatirt die Taufkesselin der Elisabethkirche zu Breslau, in der Heil. Kreuzkirche zu Han-nover 3 ) , in der Marktkirche daselbst und im Dom zu Münster. — InBöhmen kommen mehrfach zinnerne Taufkessel vor, unter welchen dervon 1414 in der Teynkirche zu Prag für den ältesten gilt, indem die an-gebliche Datirung der Taufe in der Dechanteikirche zu Benatek von 1289sehr zweifelhaft ist. Den auf hohen Thierfüssen stehenden Taufgrapen inder Dechanteikirche zu Tabor 1 ’) von 14.. goss »myr . snion « (MeisterSimon). — Aus der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts befin-den sich Taufkessel in der Lambertikirche zu Koesfcld 1504 von lleinoltWidenbrock und Klaes Potgeiter in Dortmund, in der Lambertikirche zuHildesheim 1504, in der Kirche zu Kröpelin 1508 von Andreas Bi wen,in der Stephanskirche zu Tangermünde 1508 von Heinrich Mente zuBraunschweig, welcher auch 1510 die Taufe in der Kirche zu Nordheimgegossen hat; ferner in der Nicolaikirche zu Mölln 7 ) 1509 (mit kegel-förmigem Deckel), in der Kirche zu Flintbeck 8 ) bei Kiel 1515 vonMeister Reumer, in der Marienkirche zu Salzwedel 1520 von Hans vonKöln zu Nürnberg, Petrikirche zu Braunschweig 1530,-Andreaskirche zuHildesheim 1547. Im südlichen Deutschland die undatirten Taufen inder Martinskirche zu Amberg im Regenkreis von Meister Paul in Amberg;in der Stiftskirche zu Heinsberg im Reg.-Bez. Aachen.

Anmerkung. Bei Ertheilung der Taufe mittelst blosser Benetzung(i adspersio) des Kopfes, welcher Ritus hie und da bereits im XV. Jahrh.vorgekommen zu sein scheint, aber erst im XVII. allgemein geworden seindürfte, bediente man sich der TaufSchüsseln, welche auf den Tauf-stein etc. gesetzt wurden, und deren sich in den Kirchen weit und breitviele vorfinden, die aus Messing getrieben sind, vermuthlich von Becken-schlägern in Nürnberg, Augsburg, Braunschweig etc. fabrikmässig gefertigtund durch den Handel bis in ausserdeutsche Länder verbreitet wurden. Siekommen in runder und ovaler Form in verschiedenen Grössen vor; diekleinsten oft nur mit einer Granatäpfelverzierung in der Mitte, die grösseren

1) Abbild, bei Mithoff, Archiv für Niedersachsens Kunstgesch. Abth. I.Taf. 9. Kt.

2) Abbild, bei Statz u. Ungewitter a. a. O. Taf. 197 u. 199 Fig. 10. 11.

4) Abbild, bei Schadow, Wittenbergs Denkmäler Taf. A.

4) Vgl. Sotzmann, in den Mark. Forschungen 2, 30; nebst Abbild, der Insclir.

5) Abbild, bei Mithoff a. a. O. Taf. S. 10.

6) Abbild, in Mittheil-. der k. k. Central-Commission etc. 1856. 1, 210.

7) Abbild, in Jahrb. für die Landeskunde von Schleswig etc. I. Fig. 1 a u. b.

8) Vgl. Lotz a. a. O. S. 2l)S.