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1 (1868)
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Bildschmuck der Altäre.

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Cöln , aus der Abteikirche zu Gladbach 1 2 ) , zwei aus der Pfarrkirche zuSiegburg 3 ) im erzbischöflichen Museum zu Cöln, zwei im Domschatze zuBamberg, in der Schatzkammer zu Hannover 4 5 6 7 ) (sämmtlich XII. Jahrh.) ;aus Kloster Sayna bei Coblenz im Privatbesitz (XIII. Jahrh.) 8 9 ), im StiftAdmont in Steiermark (XIV. Jahrh.). u ) Der lleisealtar des heil. Willibrordin der Liebfrauenkirche zu Trier ist ein Kästchen, welches mit Elfenbein-und Metallplättchen von roh byzantinischer und streng romanischer Arbeitbekleidet ist, untermischt mit gothischer des XIV. Jahrhunderts. ') Im Domzu Xanten befindet sich ein Reliquienkästchen aus dem XII. Jahrh., welchesursprünglich ein Tragaltar war, dessen geweihten Stein man später entferntund durch eine Silberplatte ersetzt hat. 8 ; Auch besitzt das German. Museumzu Nürnberg einen Tragaltar von 1179, der aus einem mit bunten Hölzerneingefassten polirten Solenhofer Kalksteine besteht. !l )

Zum ferneren Schmucke der beweglichen Altäre gehörten oft kleineAufsätze in Form der Flügel- und Klappaltäre, Diptycha und Triptycha ausElfenbein oder edlem Metall, bemalten Tafeln etc. , die unter dem Namender Reisealtäre häufig in Museen und Galerien Vorkommen, z. B. die Elfen-beine No. 734. 794—796. 804. 832. S49. 863. 865. 872—874. aus ver-schiedenen Jahrhunderten des M. A. auf der Kunstkammer im N. Museumzu Berlin; ein Triptychon in vergoldetem Rothkupfer mit eingegossenemEmail (XII. Jalirh.) im Erzbischöflichen Museum zu Cöln (Catalog von 1855No. 261); ein Diptychon in vergoldetem Silber des Hauscomtur HeinrichDagister von Lorich zu Elbing v. J. 1388, welches in der Schlacht vonTannenberg 1410 erbeutet und von den Polen an den Dom zu Gnesen ge-schenkt wurde, von wo es neuerlich wieder nach Marienburg gekommenist 10 11 ) ; ein aus einer Menge.kleiner quadratischer in Holz geschnitzter Felderbestehendes Flügelwerk, deren jedes eine durch eine Glasscheibe geschützteReliquie enthält, in der Kirche zu Kirehlinde bei Dortmund aus dem XIV.Jahrh. 1f ) u. a. m. — Sehr häufig kommen in Kunstsammlungen (z. B. inder Kunstkammer zu Berlin unter No. 59 — 75, 81—96, 100 — 1ÜC) kleine3—4 Z. hohe in Bronze gegossene byzantinisch-russische Klappaltärchen.sämmtlich von ganz gleichem Typus, vor.

Anmerkung 2. Bei aller Mannichfaltigkeit des Bildschmuckesder Altäre kehren doch gewisse ikonographisclie Grundzüge regelmässigwieder. Auf den romanischen Antipendien erscheinen unter Bogenstel-lungen einzelne Figuren : der verherrlichte Christus nimmt stets den mittleren

1) Abbild, bei Bock, Fz., das heilige Cöln T. XXIX. Fig. 94 u. 94a.

2) Abbild, bei aus’m Weei tli a. a. O. Taf. XXXI. 9. 9a—c.

3) Abbild, im Organ für clrristl. Kunst ;1S56) 3, ISO.

4) Abbild, bei Vogell, C. A., Kunstarbeiten aus Niedersachsens Vorzeit Ilft. .3.Bl. 16—18. Ausser diesem sind in der Schatzkammer zu Hannover noch 14 andereTragaltäre vorhanden, mehrere nicht publicirte auch in Hildesheim.

5) Abbild, bei Laib und Schwarz a. a. O. Taf. X. Ü.

6) Abbild, in den Mittheil, der k. k. Central-Commission etc. (1S60) 5, 21.

7) Vgl. Kugler, Kl. Schriften etc. 2, 328.

8) Abbild, bei aus’m Weerth a. a. O. Bd. I. Taf. XVII. 4; vgl. Bd. II. S. 4.

9) Anzeiger etc. :1856) 3, 236.

10) Abbild, in den Pr. Provinzialbl. IV. zu S. 30—41.

11) Lübke, W., Kunst in Westfalen S. 391.

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