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1 (1868)
Entstehung
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Altaraufsätze.

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auf die ursprüngliche Bestimmung und Bedeutung der Rückwände er-scheint der gleichfalls steinerne Bau von 1290, der sich, künstlerisch

I’ig-, 42. Altar in St. Jcrvais zu Maestricht (nach Keichensperger).

ausgezeichnet, hinter dem Hochaltar der Elisahethkirche zu Marburg er-hebt; s. umstehend Fig. 43. Das Motiv, wesentlich dasselbe zwar wie zuMaestricht, doch in der durch den gothischen Stil bedingten Ausbildung,erinnert an die Formen gothischer Reliquienbehälter : wie denn auch dieReliquien in einem Sarge befindlich sind, welcher nach dem Chorschlussehin aus dem Altäre hervorspringt und brückenartig auf diesem einerseitsund einem freistehenden Pfeiler andererseits ruht. Die Nischen des Re-tabulums sollten Statuetten oder Reliquiarien aufnehmen, und das Ganzewar auf gemustertem, rothern und blauem Grunde reich vergoldet. ') —Dieser steinerne Altarbau deutet schon auf die in dem Wesen des gothi-schen Stils begründete Tabernakelbildung der späteren, selten in Stein(wie z. B. die in drei Pyramiden endenden Altarbauten in der StiftskircheSt. Maria auf dem Berge bei Herford, in der Wiesenkirche zu Soest (ausdem XIV. Jahrh.) und in der Kirche zu Unna (aus der Spätzeit des XV.Jahrh. ; auch in der Martinskirche zu Landshut von 1424 3 )) gewöhnlichin polychromatischem Sehnitzw'erk ausgeführten Altar aufs ätze , deren

1) Ebd. S. 137 u. Taf. VII u. VIII. — Laib und Schwarz, Studien etc. gebenTaf. X, 1 a. u. b. die Abbild, eines romanisirend - frühgothisehen Altars aus der Fir-miniuskap. in St. Denis, an dessen wagerecht abschliessende steinerne Rückwandsich hinten ein vergittertes Gehäuse lehnt, in welchem man den Reliquiensarg undeine darüber hängende Lampe sieht.

2) Vgl. N. Münchener Zeitg. 1859 No. 52 ff.