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1 (1868)
Entstehung
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Deutschordensschlosser.

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Garten hinaus gebauten Zellen mit der vorderen Giebelseite, worin sich dieThür befand, aus welcher sich die Mönche durch den Kreuzgang täglichnach der Kirche begaben. Die Galilaea minor betraten sie nur am Sonn-abend Abend, um im Capitelsaale vor dem Prior zu beichten und ihre Ange-legenheiten zu berathen, und an Sonn- und Festtagen, wo sie gemeinschaft-lich im Refectorium assen und sieh Abends in dem kleinen Kreuzgangeunter Gesprächen ergehen durften. Die Basler Karthause zählte mit der desPriors 1 6 Zellen, und die Zellen der Mönche waren über den Thüren durchBibelsprüche sinnig bezeichnet, deren Anfangsworte in alphabetischer Reiheauf einander folgten: Ambulate etc. (Joh. 12, 3(1). Bonum est etc.(Matth. 17, 4). Caro etc. (1 Cor. 15, 50). Diligite etc. (Matth. 5, 44). Existimo etc. (Röm. 8, 18). Facite etc. (Luc. 3, 8. 9). Gau-dium etc. (Luc. 15,7). Ilumiliamini etc. (1 Petr. 5, 6). In Omni-bus etc. (Sir. 7, 40). Karitas etc. (lTim. 1, 5). Labora etc. (2 Tim.2, 3). Mandatum etc. (Joh. 13, 34). Xolite etc. (Röm. 12, 21.Dies war die Zelle des Sacristans, aus der auch eine Thür nach der Kircheführte, über welcher ebenfalls eine mit X anfangende Sentenz stand.Omnes etc. (2 Cor. 5, 10) an der Zelle des Schaffners. I'atientes etc.(Jac. 5, 7) an der Zelle des Subpriors, mit einer zweiten Thür ins Refecto-rium, über welcher stand : Praeparate (I Sam. 7, 3). Die Eingangsthür zurZelle des Priors war mit einem j- bezeichnet; darunter stand der SpruchLuc. 14, 27, und an der Thür ins Refectorium der verwandte Spruch Matth.16, 24. 4 ) In der berühmten Karthause Mariaparadeis bei Danzig gehörtausser der unbedeutenden Kirche die charakteristische Anlage der in isolirterFolge belegenen Zellen erst der jüngsten Zeit an.

Wie die Karthäuser das Anachoreten- Leben mit dem klösterlichen zuvereinigen suchten, so verwirklichten die geistlichen Ritterorden dieVereinigung des kriegerischen mit dem Mönchsleben, und in baulicher Be-ziehung sind besonders die Schlösser des deutschen Ritterordens in Preussen 2 )bemerkenswert]!. Der Typus des preussischen Ordensschlosses, wie sichderselbe seit der Mitte des XIV. Jahrh. festgestellt hatte, erscheint als einvon Gräben umzogener quadratischer Bau mit Eckthürmen und einem biszur Zinnenkrönung des Gebäudes aufsteigenden Hauptportal, durch welchesman in den, die Mitte einnehmenden gleichfalls quadratischen Hof tritt. Denletzteren umgiebt, wie in den Klöstern, ein sich gegen den Hof öffnenderKreuzgang, der aber, da die Haupträume des Schlosses niemals zu ebenerErde liegen, nothwendig zwei Geschosse über einander erhalten musste. Zudiesen Haupträumen gehörte zunächst die stets orientirte und mit dem öst-lichen Ende nach aussen liegende Schlosskapelle, der Convents - Remter ge-nannte Capitelsaal und das Refectorium, welches Speise - Remter hiess. DasErdgeschoss, unter dem sich in mehreren Etagen über einander mächtigeKeller erstreckten, enthielt lediglich die zur Oekonomie erforderlichen

Anwendung von Matth. 28, Hi den AVeg von der Zionskirche zu Jerusalem bis aufden Oelberg Galilaea, und vermöge Uebertragung konnten auch die den Proces-sionen als Nachbildung jenes Weges dienenden Siiulengilnge bei den Kirchen mitdiesem Namen bezeichnet werden.

1) Vergl. XVI. Neujahrs-Blatt für Basels Jugend. 1838. Beilage S. 2 ff.

2j Vergl. v. Quast, Denkm. der Baukunst in Preussen I, 8 u. Bl. IIV.