Bettelklöster.
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Geisselkammer (in anderen Klöstern, z. B. ehemals in Altenberg bei Cölnauch direct mit der Kirche) verbunden, das Dorment (der Schlafsaal, oderspäter die Schlafzellen) der Mönche und im Dachstuhle noch ein grosserSaal. Ausserdem werden das Krankenhaus, das Haus des Verwalters undein Gesindehaus erwähnt, die sich ausserhalb der Clausur auf dem Kloster-territorium befinden, welches mit einer durch Thürme befestigten Ring-mauer umgeben und durch ein Doppelthor nebst Zugbrücke zugänglich war.An den nordwestlichen Eckthurm der Ringmauer schloss sich die Kloster-mühle , und ausserhalb lagen noch verschiedene Gebäude, darunter eineHerberge für die Gäste.
In Vergleich mit den weitläufigeren Anlagen der Benedictiner undCisterzicnser erscheinen die Klöster der sich seit dem XIII. Jahrh. ausbrei-tenden Bettelorden der Dominicaner und Franciscaner weniger bedeutend.Auf die Ansiedelung in den Städten durch ihre Zwecke angewiesen (s. obenS. 15) und Anfangs ohne Vermögen beschränkten sie sich auf einen be-scheidenem Raum und befleissigten sich einer minder kostspieligen redu-cirten Bauweise. Ihre auf die l’rcdigt berechneten Kirchen ersparen ausserdem Glockenthurm (s. oben S. 63) das Querhaus, im Langhause sogarwider alles Ebenmaass oft ein Seitenschiff (s. oben S. 51) , und das Altar-haus von der Breite des Mittelschiffes legt sich einspringend und unter be-sonderer Bedachung dem Langhause vor. Den Männerklöstern glichen darinauch die Nonnenklöster, wie dies z. B. die dem 1615 durch Merian ver-fertigten Stadtplane von Basel entnommene Ansicht des ehemaligen Frauen-klosters Klingenthal, Dominicaner-Ordens, veranschaulicht 1 ) , wenn auchdie Baulichkeiten desselben bis auf die jetzt fast nur noch allein vorhandeneKirche und den Kreuzgang grösstentlieils schon damals modernen Charakterhatten, weshalb sich die ehemalige Bestimmung der einzelnen Gebäude auchnur mit mehr oder weniger Wahrscheinlichkeit angeben lässt. Das Klosterlag auf der nördlichen Grenze von Klein-Basel am Ufer des Rheins und waran den drei äusseren Seiten mit dem Graben r und hinter demselben miteiner gezinnten Ringmauer umgeben, die auf der Nordseite durch zwei hoheEckthürmc und einen niedrigeren Mittelthurm verstärkt war. Der östlicheFlügel der Mauer steigt am südlichen Ende bis zur Höhe des anstossendenGebäudes an, um eine hier befindliche in das Oberstockwerk des letzterenführende Treppe zu maskiren. Der Eingang I zum Kloster befand sich aufder (südlichen) Stadtseite und führte zunächst in einen schmalen zwischenzwei Mauern belegenen Raum und aus diesem neben dem Hause der Pfört-nerin vorbei durch eine zweite, nicht in der Axe des äusseren Thores be-findliche Thür in den äusseren Klosterhof, der durch eine niedrige Mauervon der Clausur geschieden war. Der Eingang zur letzteren und in den in-neren Hof und Begräbnissplatz der Nonnen cl führte durch das an der Nord-seite des Kreuzganges c belogene Gebäude o , welches zu ebener Erde dasRefectorium mit der Küche und dem Sprechzimmer und oben den Convent-
1, Wir entlehnen den nebenstellenden Holzschnitt, dessen Benutzung wir derGüte des Herrn Ch. Riggenbach in Basel verdanken, den Mittheil, der Gesellsch.für vaterländ. Altertliümer in Basel VIII. (IbfiO): Die Ivlosterk. Klingenthal in Baselvon Dr. C. Burckliardtu. C. Riggenbach.