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1 (1868)
Entstehung
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Päc-her.

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coloria picturarum vitra «) verglast wurden. *) Schon früher unter AbtLiuthar (934 —949) scheint Reichenau aus kleinen Rundscheiben zusam-mengesetzte Glasfenster erhalten zu haben. 1 2 ) Zu Anfang des-XI. Jahrh.war im Kloster Tegernsee eine Glashütte thätig, die den sich drängendenBestellungen kaum zu genügen vermochte. 3 )

26 . Das D ach der Kirche war im frühem Mittelalter meist mitHolzschindeln, später mit Metall oder Stein gedeckt. Von der an-scheinend altchristlichen Sitte, das Sparrwerk des Daches (mit Hin-wegfall des Bodenraumes) nach innen frei und sichtbar zu lassen,findet sich im deutschen Mittelalter keine Spur: bis ins XIII. Jahr-hundert haben die meisten Kirchen getäfelte Holzdecken [laquearia),und später wird die Steinwölbung ( opus ogivale) eben so zur Kegel,wie sie früher Ausnahme war. — Die Construction des Dachstuhlsnamentlich an den gewaltigen Satteldächern grösserer spätmittelalter-licher Hallenkirchen verdient wegen ihrer Kühnheit und Soliditätvolle Anerkennung.

Die Bedachung des Langhauses ist das Satteldach, dessen schrägeFlächen in die Nord- und Südfacade fallen ; es wird von dem gleich hohenDache des Querhauses, das mit seinen Giebeln Front macht, über derVierung durchkreuzt, so dass also die schrägen Dachflächen desselbengen Ost und West fallen. Die Seitenschiffe haben entweder lange Pult-dächer , deren schräge Fläche sich an die Seitenwände des Hochschiffesunterhalb der Fenster desselben anlehnt (Dome zu Naumburg, Halber-stadt, Freiburg i. B., Ulm etc.), oder die einförmige lange Linie istdadurch vermieden, dass die Aussenwände der Abseiten je nach der An-zahl der Hauptgewölbeabtheilungen des Innern (Traveen, Joche) in ein-zelne Giebelwände zerlegt sind, die jede ihr besonderes Dach haben,dessen schräge Flächen nun nicht in die Facade, sondern seitwärts fallen(Dom zu Magdeburg etc.). An den Domen zu Mainz und Cöln sind dieüber den einzelnen Gewölbejochen der Seitenschiffe errichteten Dächeran der Giebelseite abgewalmt. Die Apsiden oder polygonen Chorschlüssesind mit kegelförmigen oder "Walmdächern versehen; ebenso die kleinenConchen am Querhause und am Schlüsse der Seitenschiffe, wie die sichum den Chorschluss reihenden polygonen Kapellen (Dom zu Cöln) ; dochnicht immer, da auch eine Pultdachbedeckung derselben vorkommt (Domzu Schwerin etc.) — Der Zwischenbau endlich wird verschieden behandelt :

1) Pez, Bern., Thesaurus anecdot. VI. 1, 122; vgl. Oberbayersches Archiv l,,')(l.

2) So, und nicht von runden Fensteröffnungen sind wohl die Verse zum Preisejenes Abtes in der lteichenauer Hs. 126 zu Karlsruhe (v. Aufsess, Anzeiger etc.1833. Sp. 254) zu verstehen:

»Ilasce fenestellas jussit formare rotundasAbbas praedarus, nomine Liutharius;

Antea nam tenebris clomus haec fuscata manebat,

Nec clederat domino limiina clara suo.«

3) Wackernage 1 a. a. 0. S. 22 u. 135.